• vom 09.10.2017, 16:14 Uhr

Bühne

Update: 09.10.2017, 16:24 Uhr

Kindertheater

Die Klänge der Dinge




  • Artikel
  • Lesenswert (0)
  • Drucken
  • Leserbrief




Von Judith Belfkih

  • "Bumm, Krach, Peng!" - kurzweiliges Klang-Theater für Kinder im Dschungel.

Alles ist Klang: Humorvolle Klangreisen im Dschungel. - © Nada Zgank

Alles ist Klang: Humorvolle Klangreisen im Dschungel. © Nada Zgank

Eine angebohrte Karotte wird mit einem Klarinetten-Mundstück zum betörend klagenden Instrument, aus grauen Abflussrohren ist eine Orgel entstanden und die überlange Sessellehne erklingt mit Saiten bestückt als selbst gebauter E-Kontrabass. Die zwei Tische auf Rollen sind sowieso gefinkelte fahrbare Klang-Labore, die sich nach Lust und Laune betrommeln und beklopfen lassen.

Es ist die fantasievolle Fülle an schlichten wie effektvollen Klang-Objekten, die "Bumm, Krach, Peng!" ausmachen. Im Zentrum der Produktion von werk89 & Zavod Federacija Ljubljana steht ein Bub, der nicht sprechen möchte - zumindest nicht mithilfe von Worten. Er drückt sich mit Klängen und Geräuschen aus. Der "klingende Junge" stößt dabei erwartungsgemäß auf Unverständnis und auch Widerstand - sei es bei den e Eltern, beim Arzt oder in der Schule. Nana Milčinski und Peter Krus haben dafür ein tönendes Bühneninventar für drei Darsteller gebaut und getextet. Mit viel Humor bilden die drei prototypische alltägliche Situationen klanglich nach.


Das pädagogisch sicher wertvolle Plädoyer zum Finale, Kinder doch in ihrer Einzigartigkeit anzunehmen, statt sie ständig zu reglementieren, verstehen zwar nur die Erwachsenen - das nimmt dem knapp einstündigen Projekt jedoch nichts an Kurzweiligkeit und Frische.

Kindertheater

Bumm, Krach, Peng!

Musik-Objekt-Theater ab 5 Jahren

Dschungel Wien

Termine 10. und 11. Oktober




Schlagwörter

Kindertheater, Dschungel, Bumm, Krach, Peng!

Leserkommentare




Mit dem Absenden des Kommentars erkennen Sie unsere Online-Nutzungsbedingungen an.


captcha Absenden

* Pflichtfelder (E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht)


Dokumenten Information
Copyright © Wiener Zeitung Online 2018
Dokument erstellt am 2017-10-09 16:18:10
Letzte Änderung am 2017-10-09 16:24:07


Beliebte Inhalte

Meistgelesen
  1. Harald Schmidt, Michael Niavarani und ihre Prostata
  2. "Cold War" räumt beim 31. Europäischen Filmpreis ab
  3. Die neue Einstimmigkeit
  4. Ein fast perfekter Mord
  5. "Euryanthe" als packendes Kammerspiel
Meistkommentiert
  1. "Die Weiden" erleiden Schiffbruch an der Staatsoper
  2. Die neue Einstimmigkeit
  3. ORF teilt TV-Sender gesellschaftlichen Gruppen zu
  4. Posthume Resterampe
  5. Eine wunderbare Reise zu den Ursprüngen von Jethro Tull

Werbung



Förderpreisgewinner Christoph Fritz mit Moderatorin Verena Scheitz und "vormagazin"-Chefredakteur Christoph Langecker.

Peter Handke bei der Verleihung des 19. Wiener Theaterpreises "Nestroy" im Theater an der Wien. Hier mit dem Preis für sein Lebenswerk. Neo-Viennale-Chefin Eva Sangiorgi (links) mit der Regisseurin des Eröffnungsfilms Alice Rohrwacher

Sozialdemokratische Kundgebung für das Frauenwahlrecht, Wien-Ottakring, 1913 "Der Bauerntanz", entstanden um 1568.


Werbung