Wenn einer ein Kind bekommt, ist das soweit völlig normal. Wenn er aber im Hauptberuf Lehrer ist, wird es schwierig. Denn es schlagen, ach, zwei Herzen in der Brust des Markus Hauptmann. Und so bekennt er auf der Bühne offen, dass sich die Lehrer seiner Tochter dann warm anziehen werden müssen, wenn der Herr Pädagoge am Elternabend auf der anderen Seite des Pults sitzt.

Noch aber ist die Kleine nicht schulpflichtig (bis zum Gewissenskonflikt bleibt also noch ein bisschen Zeit), sondern treibt sich mit dem Herrn Papa in der Krabbelgruppe herum. Und Markus Hauptmann wäre nicht Markus Hauptmann, würde er nicht daraus irrwitzige Dialoge zimmern, in denen er vegane Bobo-Eltern wie Gemeindebau-Prolls gleichermaßen durch den Kakao zieht. Diesmal aber eben mehr aus Eltern- als aus Lehrersicht. Es bleibt aber nicht bei der Krabbelgruppe des Grauens, denn auch auf dem Spielplatz und im Kinderhotel ist die Hölle los.

Dabei sei festgehalten: Hauptmann liebt seine Tochter abgöttisch. Und ohne sie würde er sich ebenso unvollständig fühlen, wie es sein Programm ohne seinen kongenialen Partner Martin Mader am Keyboard wäre, der ihn instrumental durch den Abend trägt. Insofern gilt: Die Schule kann kommen!