Das Globe ist gesperrt, aber die Show geht weiter. Nachdem bekanntlich kurz vor Saisonbeginn ein Feuerteufel in der Wiener Marx Halle zugeschlagen hatte, mussten sämtliche Vorstellungen von Michael Niavaranis Globe umgesiedelt werden (die meisten finden nun im nahen Gasometer statt, wo auch demnächst Niavarani selbst mit Otto Schenk auftreten wird und bereits mit Michael Mittermeier zwei gemeinsame Abende bestritten hat), so sie nicht ganz ausfallen (Details: www.globe.wien).

Aber ein erfolgsverwöhnter Bühnenheld wie Niavarani lässt sich davon nicht beeindrucken, und während sein "angekokeltes Theater" (Zitat Niavarani in "Ein Versuch zweier Herren" mit Mittermeier) wohl noch drei Monate lang saniert wird, präsentiert der Impresario unterdessen ein neues Maskottchen: Zu Ehren des Theatermachers und Kabarettisten wurde nämlich der "Michael Niavarani Teddybär" in limitierter Stückzahl aufgelegt. Bis zu 1000 Stoffbären aus feinstem Mohair mit Brummstimme und passender "Richard III"-Optik werden in sorgfältiger Handarbeit hergestellt und um wohlfeile 199,99 Euro unters Publikum gebracht - die ersten 50 Exemplare signiert Niavarani sogar persönlich auf der linken Fußsohle (Info und Bestellung: www.teddybear.at/shop).

Dass alle 1000 Stück weggehen, daran besteht wohl angesichts der Fangemeinde des Globe Theaters und seines Gründers kein Zweifel. Reich wird Niavarani damit aber nicht, denn der Reinerlös geht an eine karitative Organisation und an Barz - Verein zur Förderung von Kunst und Kultur, Wien. Nach den Gratisvorstellungen für Flüchtlingshelfer im Jahr 2015 ist das nun also eine weitere Benefizaktion rund um das Globe - wobei der Zeitpunkt vor Weihnachten natürlich sicher mit voller Absicht gewählt wurde.