Erst kürzlich feierte Davide Bombana mit dem Staatsballett an der Volksoper seine Uraufführung von "Roméo et Juliette". Nun kreierte er für das Neujahrskonzert die beiden Ballettstücke - bereits zum dritten Mal nach 2012 und 2015. War er beim ersten Mal wegen des weltweiten Millionenpublikums bei der TV-Übertragung noch sehr nervös, sieht der gebürtige Mailänder diesmal dem 1.Jänner etwas gelassener entgegen. "Ich lasse mich davon nicht einschüchtern", so Bombana im Vorfeld. "Denn wenn man eine authentische Idee hat und diese beim Arbeiten von allen Beteiligten auch gespürt und umgesetzt wird, dann bekommt das Publikum das auch mit und alles wird gut", ist er überzeugt.

Die Drehorte machen auf kommende Jahrestage aufmerksam: Der für Kaiser Franz Joseph erbaute Hietzinger Hofpavillon an der U-Bahnlinie U4, ein Standort des Wien Museums, erinnert an den 100. Todestag seines Architekten Otto Wagner; in Schloss Eckartsau, das von den Österreichischen Bundesforsten verwaltet wird, hat Kaiser Karl 1918 die Verzichtserklärung über die ungarischen Regierungsgeschäfte unterschrieben und damit das Ende der österreichisch-ungarischen Monarchie besiegelt. Die Bildregie für den ORF hat übrigens erstmals Henning Kasten übernommen.

Eleganz dominiert


Gezeigt werden in diesem Jahr zwei bereits im September vorproduzierte Stücke: "Rosen aus dem Süden" von Johann Strauß Sohn, für den fünf Paare des Staatsballetts - Maria Yakovleva und Eno Peci, Ioanna Avraam und Mihail Sosnovschi, Alice Firenze und Francesco Costa, Elena Bottaro und Richard Szabó sowie Adele Fiocchi und Andrey Teterin - im Schloss Eckartsau im Marchfeld vor der Kamera tanzten. Das zweite Stück ist ein von Rebecca Horner und Roman Lazik im Hietzinger Hofpavillon in Wien präsentierter Pas de deux zur "Stéphanie-Gavotte" von Alfons Czibulka.

Die Kostüme in modernem Stil sind Kreationen des Katalanen Jordi Roig, der ebenfalls schon dreimal für das Neujahrskonzertballett designte. "Die Kostüme sind unglaublich detailliert gearbeitet und verbinden Eleganz und Leichtigkeit", so Bombana, dessen choreografische Handschrift ebenfalls diese beiden Eigenschafen verbindet.