Peter Martins tritt als Chef des New York City Ballet zurück. - © ap
Peter Martins tritt als Chef des New York City Ballet zurück. - © ap

New York City. Der Skandal um Vorwürfe sexuellen Missbrauchs ist nun auch in der Ballettwelt angekommen: Wegen Belästigungsvorwürfen gibt der Leiter des renommierten New York City Ballet, Peter Martins, seinen Posten auf. Bereits Anfang Dezember wurde er von seiner Lehrtätigkeit entbunden. Der 71-Jährige informierte den Vorstand des Balletts in einem Brief über seinen Entschluss, wie die "New York Times" ("NYT") am Montag (Ortszeit) berichtete. In dem Schreiben bestreitet der Däne die gegen ihn erhobenen Vorwürfe und er schreibt weiter, dass er mit den Ermittlern kooperieren werde.

Rund 20 Tänzer und Tänzerinnen haben Martins vorgeworfen, sie verbal oder körperlich angegangen oder seine Position missbraucht zu haben, um sexuelle Gefälligkeiten zu verlangen. Martins stand rund drei Jahrzehnte lang an der Spitze des New York City Ballet.

Der Vorstandschef der Tanzkompanie, Charles W. Scharf, dankte Martins für seine Arbeit als Leiter des Balletts. Martins habe das New York City Ballet zu "außergewöhnlichen künstlerischen Höhen" geführt, zitiert die "NYT" aus einer Erklärung.