• vom 14.02.2018, 15:56 Uhr

Bühne

Update: 22.02.2018, 17:32 Uhr

Opernkritik

Ein paar Missverständnisse




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Von Katharina Hirschmann

  • "Le nozze di Figaro" mit Valentina Nafornita.

Misstrauen und Missverständnisse, Verkleidungen und Entscheidungen: Es gab wieder, ganz stückkonform, einige Verstrickungen zu klären in der 44. Aufführung dieser Inszenierung von Wolfgang Amadeus Mozarts "Le nozze di Figaro", bevor alle ausgesöhnt vom Bühnenrand trällern konnten. Figaro, der Susanna liebt, deren Nähe wiederum vom Conte d’Almaviva gesucht wird, der sich seinerseits gegenüber seiner Frau rechtfertigen muss, die jedoch selbst mit dem Cherubino ein Geplänkel hat - man kennt das ja.

Stimmlich wird die Aufführung von bekannten Namen getragen. Simon Keenlyside als Conte d’Almaviva, eine stimmgewaltige Olga Bezsmertna als Contessa d’Almaviva. Valentina Nafornita, die den jüngsten Opernball eröffnet hat, war in der Rolle der Susanna zu erleben und ein ausgeglichener Jongmin Park mit viel Bodenhaftung in seinem Rollendebüt als Figaro. Ohne Probleme überstrahlt er das Orchester. Neben ihm stechen besonders Maria Nazarova als Barbarina und die mit vollem Volumen überzeugende Rachel Frenkel als Cherubino hervor.


Da ist es schade, dass der Dirigent Sascha Goetzel hin und wieder den Überblick verliert und so das Orchester nicht ausreichend wendig agieren lässt, um mit dem Tempo mitzuhalten, das ihm die Sängerinnen und Sänger vorgeben. Immer wieder hinkt das Orchester hinterher, immer wieder spürt man den Versuch, den fehlenden Einklang auszugleichen. Missverständnisse also auch auf dieser Ebene. Zumindest insofern konsequent.

Oper

Le nozze di Figaro

Wiener Staatsoper (01/5131513)

Wh.: 15. und 18. Februar




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Copyright © Wiener Zeitung Online 2018
Dokument erstellt am 2018-02-14 15:59:21
Letzte Änderung am 2018-02-22 17:32:28


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