- © Ernesto Gelles
© Ernesto Gelles

Wenn ein Großer seines Faches zur Premiere eines neuen Soloprogrammes lädt, dann folgen dem Ruf auch zahlreiche Größen der Kleinkunst. So war es auch der Abend der Kabarettistenszene in Wien. Florian Scheuba präsentierte am Dienstag sein zweites Soloprogramm mit dem Titel: "Folgen Sie mir auffällig".

Unter den Anwesenden - um nur einige zu nennen: Robert Palfrader, Fifi Pissecker, Viktor Gernot, Erwin Steinhauer und viel Prominenz. Eines vorweg - sie wurden nicht enttäuscht. Scheuba legte ein anspruchsvolles, aber sehr gutes neues Soloprogramm vor. "Natürlich fordere ich mein Publikum, aber ich finde, dass das sinnvoll ist", erklärte Scheuba nach der Vorstellung.

Das Programm, vom Künstler höchstselbst als Mischung aus Satire und Investigationsjournalismus, also Investigativkabarett, angekündigt, bot dann zahlreiches Politisches - sowohl im In- wie auch Ausland. Auch die wunderbaren Kuriositäten der Online-Welt und die Suche von Fakten und Fake, von Satire und Wahrheit in Zeiten wie diesen, kamen nicht zu kurz. Aus den aktuellen Diskussionen ergaben sich Fragen, wie "Würde Toni Sailer Peter Pilz wählen?" oder "Ist die Einrichtung einer FPÖ-Historikerkommission, um braune Flecken in den deutschnationalen Burschenschaften aufzuspüren, nicht wie die Suche nach Heu in einem Heuhaufen?"

Im Rahmen des kurzweiligen, zweistündigen Abends geht Scheuba auch den Grundfragen seines Berufsstandes auf den Kern: "Was ist die Rolle des Kabarettisten im Verhältnis zu seinem Publikum? Was ist authentisch, was ist die Wahrheit?" Scheuba ist in seinem Element. Gibt Einblicke in seine Gedankenwelt, fordert die Zuschauer zum aktiven Mitdenken und Nachdenken - gerade auch in der Nachbetrachtung.

Termine

Florian Scheuba: "Folgen Sie mir auffällig!"

23.2.: St. Pölten/Bühne im Hof

24.2.: Wien/Stadtsaal

1.3.: Salzburg/ArgeKultur

2.3.: Wien/Stadtsaal