Laia Fabre und Thomas Kasebacher, die als notfoundyet zusammenarbeiten, laden zur "Houseparty" ins WUK. Übers brut liefen im November 2017 "Episode 1&2" im Hamakom. Diesmal aber: "Episode 3&4". Ganz die Gastgeber stimmen Fabre und Kasebacher gemütlich an ihren Gitarren herum. Alle da? Ja? Na dann: "Houseparty".

Ausgehend von einer britischen TV-Show gleichen Titels aus den 1970ern wollen die Performer in haarsträubend herzlicher not-
foundyet-Manier, das Thema Gemeinschaft anvisieren. Schließlich gibt es mittlerweile auch eine Gruppen-Video-Chat-App mit demselben Namen. Sowieso gibt es "too many choices". Und notfoundyet befeuern eine Sehnsucht nach jener anderen Zeit, in der tea-party-like Plaudereien über Verpackungsmaterialien und Handarbeitstipps eine TV-Show füllen konnten. Fabre und Kasebacher definieren das, was notwendig ist fürs Gelingen einer Party und lassen das Publikum an vier Station kochen, mixen, spielen, musizieren. Irgendwas funktioniert aber immer nicht. Sind wir lauter Individuen? Ich nicht? Am besten, so die Konklusion, haut das mit der Gemeinschaft hin, wenn wir uns auf etwas gemeinsames anderes konzentrieren. Aufs Fernsehen also. Auf eine verstaubte TV-Show aus den 1970ern zum Beispiel.

Unaufdringlich und nebenher erzählt sich im Verlauf des Abends Gemeinschaft. Wenn auch nur insofern, als dass Spaghetti Carbonara so etwas nicht stiften kann. So von wegen Gluten, Laktose et cetera.

Theater-Performance

Houseparty

Von notfoundyet

WUK

Wh.: 31. März