• vom 12.04.2018, 16:21 Uhr

Bühne

Update: 12.04.2018, 16:30 Uhr

Opernkritik

Ruhevolles Heldentum




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Von Katharina Hirschmann

  • Spannungsreiche Darbietung von Richard Wagners "Siegfried" an der Staatsoper.

Stephen Gould glänzt als Siegfried.

Stephen Gould glänzt als Siegfried.© Michael Pöhn Stephen Gould glänzt als Siegfried.© Michael Pöhn

Nicht nur Szenen der Kraft und Inbrunst, sondern auch zahlreiche Momente der Ruhe bietet die Oper "Siegfried". Damit umzugehen ist Aufgabe des Orchesters, nämlich immer dann, wenn die Sänger sich zurückziehen und nur die Instrumentalmusiker bleiben, um die Stimmung weiterzutragen.

Dirigent Adam Fischer ist hierfür eine exzellente Wahl, nämlich wenn es darum geht, Musiker und Sänger in Einklang zu bringen. Feinfühlig in allen Situationen, ob filigraner Vogelgesang aus dem Hintergrund (gesungen von Hila Fahima) oder kraftvolles Siegfriedsgeschmettere. Die Musiker finden die richtige Lautstärke.

Information

Oper

Siegfried

Dirigent: Adam Fischer

Staatsoper

Die Spannung wird - in dieser Inszenierung besonders - von der Musik getragen, denn durch die Reduktion auf der Bühne verlagert sich die Bedeutung in den Orchestergraben, und das völlig zurecht. Denn die Oper lebt von ihrer Musik und eine Interpretation, die dem heldenhaften Germanentum auch noch zusätzlich auf der Bühne Ausdruck verleiht, wäre wohl nur schwer erträglich.

Stephen Gould trägt die Rolle des heldenhaften Siegfried glorreich bis zum (gar nicht) bitteren Ende, wo er endlich seine Brünnhilde erweckt und sie von ihrer gegenseitigen Liebe überzeugt. Iréne Theorin steht in dieser Rolle an seiner Seite und auch ihr kommen die zögerlichen Liebesklänge überzeugend von den Lippen. Ihr Timbre erwärmt sich gleich ihrem Herzen - und dem der Zuhörer. Ein, dank der Sänger und des Dirigenten, in sich stimmiger sowie atmosphärischer Abend.





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Copyright © Wiener Zeitung Online 2018
Dokument erstellt am 2018-04-12 16:27:14
Letzte Änderung am 2018-04-12 16:30:53


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