• vom 16.05.2018, 17:26 Uhr

Bühne


Theater in der Josefstadt

Fremdheit bewegt




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  • Österreich-Schwerpunkt sowie sieben Ur- und Erstaufführungen in der Josefstadt.

Wien. (pat) "Mit einem österreichisch-literarischen Spielplan begeht die Josefstadt das Gedenkjahr 2018. Zehn von 14 Premieren stammen aus heimischen Federn", sagt Josefstadt-Intendant Herbert Föttinger bei der Video-Präsentation des Spielplans 2018/19. "Heimat, Flucht und plötzliche Fremdheit in bestehenden Verhältnissen sind dabei Themen, die uns - aus österreichischer Sicht - immer wieder bewegen werden."

Wie bereits bekannt, eröffnet am 6. September die Daniel-Kehlmann-Uraufführung "Die Reise der Verlorenen" die Saison in der Josefstadt. Auch die Kammerspiele beginnen mit einem neuen Stück von Daniel Glattauer. In "Vier Stern Stunden" wirft der Bestseller-Autor einen humorvollen Blick auf das Älterwerden, Premiere ist am 13. September.


David Schalko, bekannt als Entwickler von Fernsehserien, hat mit dem Beziehungsdrama "Toulouse" erstmals ein Bühnenstück für die Josefstadt verfasst, Torsten Fischer inszeniert, Sona MacDonald übernimmt die weibliche Hauptrolle.

Nestroy-Preisträger Elmar Goerden nimmt sich erneut eine Familiensaga vor: In "Die Trottas" erzählt der Regisseur die aus "Radetzkymarsch" und "Kapuzinergruft" bekannte Geschichte. Goerden wird in der kommenden Spielzeit erstmals in den Kammerspielen inszenieren, dort bringt er den auch den Roman "Marias Testament" des irischen Schriftstellers Colm Toibin inszenieren.

Großer Auftritt
Die slowenische Regisseurin Mateja Koleznik, die zuletzt mit "Der Wildente" an der Josefstadt reüssierte, kommt mit Schnitzlers "Der einsame Weg" wieder. Überhaupt zeigt die Josefstadt in der kommenden Saison einige Klassiker: Stephanie Mohr setzt sich mit Karl Schönherrs "Glaube und Heimat" auseinander, Janusz Kica bearbeitet Franz Werfels "Jacobowsky und der Oberst" (mit Erwin Steinhauer und Herbert Föttinger. Josef E. Köpplinger bringt als Vorweihnachtspremiere Raimunds "Der Bauer als Millionär" mit Michael Dangl heraus. Zum ersten Mal an der Josefstadt arbeitet Stephan Müller. Er inszeniert den Dürrenmatt-Klassiker "Der Besuch der alten Dame", der in wenigen Tagen, am 26. Mai, am Burgtheater Premiere hat, und bietet so eine Gelegenheit zum unmittelbaren Vergleich: An der Burg spielt Maria Happel die Titelrolle, an der Josefstadt dann Andrea Jonasson.

Die Kammerspiele bieten 2018/19 noch Peter Turrinis "Josef und Maria", Robert Thomas’ luftige Komödie "Acht Frauen", die Kriminalkomödie "Ladykillers" sowie die österreichischen Erstaufführungen von "Eine Frau - Mary Page Marlowe" von Tracy Letts und "Die Niere", einer Organspende-Komödie des österreichischen Autors Stefan Vögel.

Die Gesamt-Besucherauslastung für die laufende Spielzeit beträgt laut Josefstadt-Angaben 87,75 Prozent.




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Dokument erstellt am 2018-05-16 17:30:47


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