• vom 06.06.2018, 16:00 Uhr

Bühne

Update: 06.06.2018, 16:10 Uhr

StadtRecherchen

Weltretter am Werk




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Von Petra Paterno

  • Von Transdanubien ins Akademietheater: 500 Personen machen Theater.

StadtRecherchen-Masterminds: Verena Schäffer und Airan Berg.

StadtRecherchen-Masterminds: Verena Schäffer und Airan Berg.© Burgtheater StadtRecherchen-Masterminds: Verena Schäffer und Airan Berg.© Burgtheater

"Wir wollen mit den StadtRecherchen Leute erreichen, die bisher noch nicht den Weg zu uns gefunden haben", sagt Burg-Direktorin Karin Bergmann bei der Pressekonferenz zur Abschlussfeier des Projekts. Mit dieser Intention, das Haus am Ring für möglichst breite Publikumsschichten zu öffnen, wurden die StadtRecherchen vor nunmehr zwei Jahren ins Leben gerufen.

Am Sonntag (10. Juni) sind nun die Ergebnisse dieses Jahres im Akademietheater zu erleben: 500 Beteiligte zeigen ihre performativen Erfindungen und szenische Miniaturen. 33 Gruppen aus Floridsdorf, Donaustadt und Favoriten treten nacheinander in drei Programmblöcken von 10.30 bis 15.30 Uhr auf. "Wenig Sprechtheater, aber viel HipHop und Rap", verspricht StadtRecherchen-Koordinatorin Verena Schäffer. Im Pausenfoyer werden zudem Kurzfilme und Videos gezeigt.


Inhaltlich wird es etwa um Umweltschutz gehen, Zeitreisen werden unternommen und die Rettung der Welt steht mehr als einmal auf dem Programm.

"Unser Ansatz ist: Alle Menschen sind kreativ", so StadtRecherchen-Mastermind Airan Berg. Ein Jahr lang haben der Theatermacher und ein Team an Theater- und Tanzpädagogen insgesamt 300 Workshops abgehalten - an Schulen und in Jugendzentren, in Seniorenwohnheimen, Sozialeinrichtungen und Vereinen.

Traum-Erfüller
"Für mich bedeutet Kreativität, etwas Unbekanntes auszuprobieren", sagt Günther Begusch. Der 56-Jährige ist Goldschmied, Ausbildner bei Jugend am Werk und erstmals StadtRecherchen-Teilnehmer. "Man lernt dabei, aus sich herauszugehen und auf andere einzugehen", berichtet die 16-jährige Lena Sukopp über ihre Erfahrungen mit den Workshops. Für die aus Georgien stammende Studentin Lali Gigauri, 26, ist mit dem Theaterprojekt "ein Traum in Erfüllung gegangen: Ich wollte immer schon einmal auf der Bühne stehen."

Mit Themen wie Umweltzerstörung, Leben und Tod, Gier und Solidarität docken die einzelnen Projekte an Vorstellungen aus der aktuellen Burg-Spielzeit an - etwa Thomas Köcks "paradies.fluten", Ferdinand Schmalz "Jedermann"-Überschreibung und das Kinderstück "An der Arche um acht".

1500 Menschen aller Altersgruppen haben bisher in irgendeiner Form an dem Projekt teilgenommen. In der kommenden Spielzeit erweitern sich die StadtRecherchen Richtung Simmering. Bergmann: "Die Burg wird damit hoffentlich noch ein Stück weit offener."




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Copyright © Wiener Zeitung Online 2018
Dokument erstellt am 2018-06-06 16:07:20
Letzte Änderung am 2018-06-06 16:10:15


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