Wien. (vf) "Gott, ist das schön", ruft Karl Regensburger begeistert nach der Video-Präsentation des diesjährigen Impulstanz-Festivalprogramms am Dienstag. Die 35. Ausgabe zeigt von 12. Juli bis 12. August 50 Produktionen, 15 Uraufführungen, 35 österreichische Erstaufführungen plus 235 Workshops mit 150 Dozentinnen und Dozenten. Eröffnet wird das diesjährige Festival mit der österreichischen Erstaufführung des Solos "Néant" des kanadischen Choreografen Dave St. Pierre im Theater Odeon, das heuer - neben Burgtheater, Volkstheater, Kasino am Schwarzenbergplatz, dem Würstelstand nebenan sowie dem Mumok - Hauptschauplatz ist.

Regensburger bleibt seiner Programmstrategie treu: Neben Klassikern und bekannten Choreografen stehen auch Shootingstars, die heimische Szene und die Nachwuchsförderung mit der [8:tension]-Reihe auf dem Programm: Anne Teresa De Keersmaeker und Jean-Guihen Queyras setzten Bachs Cellosuiten in Tanz um und Marie Chouinard wird in einer Art Retrospektive in Form von zahlreichen Soli und Duos auf ihre 40-jährige Karriere zurückblicken. Ferner sind Meg Stuart (inklusive Erfolgsproduktion "Blessed"), François Chaignaud mit Nino Laisné, Dorothée Munyaneza, Cecilia Bengolea und Florentina Holzinger sowie Chris Haring mit seinem Ensemble Liqid Loft zu sehen. Im Mumok gibt es "Doppelleben", nämlich bildende Künstler, die Musik machen.

"Zeit ist knapp, wie unser Budget", meint Regensburger abschließend: Das 5-Millionen-Euro-Budget finanziert er mit 1,3 Millionen aus dem Kartenverkauf, 2,3 Millionen der Stadt Wien, noch nicht zugesagten 550.000 Euro vom Bundeskanzleramt und 250.000 Euro EU-Förderung. Sponsoren sollen die Finanzlücken füllen.