• vom 14.06.2018, 16:11 Uhr

Bühne


Kabarett

Zu jung, um alt zu sein




  • Artikel
  • Lesenswert (0)
  • Drucken
  • Leserbrief




Von Mathias Ziegler

  • Eva Maria Marold und Wolfgang "Fifi" Pissecker singen das Babyboomer-Klagelied.

- © Sabine Klimpt

© Sabine Klimpt

Wenn Werner Sobotka bei einer Bühnenproduktion die Regie übernimmt, dann ist Trubel garantiert. Auch wenn nur zwei Leute dort vorne oben stehen - in diesem Fall sind es Eva Maria Marold und Wolfgang "Fifi" Pissecker, die nun mit knapp beziehungsweise etwas über fünfzig zueinander gefunden haben.

Und sie ergänzen einander in ihrem gemeinsamen Kammerspiel, dessen Rahmenhandlung das Warten auf einen Promo-Auftritt im ORF-Frühstücksfernsehen bildet, sehr gut: Hier die Musical-Sängerin, da der (ehemalige) Hektiker; hier die gestresste Alleinerzieherin, da der gestresste Single-Mann; hier die Junggebliebene, die mit dem Altwerden hadert; da der Altgewordene, der zum Thema Partnersuche feststellt: "Für romantisch hab ich in meinem Alter keine Zeit."


Beide ziehen Bilanz über ihre bisherige Karriere und ihr Leben (da ist sicher auch einiges Autobiografisches dabei). Schonungslos legen sie dabei offen, woran die Babyboomer-Generation leidet, die sich zu jung fühlt, um alt zu sein, und zu alt, um jung zu sein. Zwischen dem Nachhängen von Gedanken auf der Wartebank streuen die zwei immer wieder Sketch-artige Szenen ein, in denen sehr viel Hektiker steckt: Vom ländlichen Feuerwehrmann über den schwulesken Maskenbildner bis zur Schlagerqueen geben sie urige Typen, die ihr Publikum zum Brüllen bringen. Marold und Pissecker beweisen, dass sie beide noch sehr lange nicht zum alten Eisen gehören werden.

Kabarett

Eva Maria Marold & Wolfgang "Fifi" Pissecker: "Endlich!"
Wh.: 16. Juni CasaNova Wien,

27. Sept. Stadtgalerie Mödling,
28. Sept. Volksheim Gerasdorf




Leserkommentare




Mit dem Absenden des Kommentars erkennen Sie unsere Online-Nutzungsbedingungen an.


captcha Absenden

* Pflichtfelder (E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht)


Dokumenten Information
Copyright © Wiener Zeitung Online 2018
Dokument erstellt am 2018-06-14 16:19:33


Beliebte Inhalte

Meistgelesen
  1. Andreas Gabalier: Im Rausch der Zeit
  2. Ein fast perfekter Mord
  3. "Cold War" räumt beim 31. Europäischen Filmpreis ab
  4. Harald Schmidt, Michael Niavarani und ihre Prostata
  5. b + s
Meistkommentiert
  1. "Die Weiden" erleiden Schiffbruch an der Staatsoper
  2. Die neue Einstimmigkeit
  3. ORF teilt TV-Sender gesellschaftlichen Gruppen zu
  4. Posthume Resterampe
  5. Eine wunderbare Reise zu den Ursprüngen von Jethro Tull

Werbung



Förderpreisgewinner Christoph Fritz mit Moderatorin Verena Scheitz und "vormagazin"-Chefredakteur Christoph Langecker.

Peter Handke bei der Verleihung des 19. Wiener Theaterpreises "Nestroy" im Theater an der Wien. Hier mit dem Preis für sein Lebenswerk. Neo-Viennale-Chefin Eva Sangiorgi (links) mit der Regisseurin des Eröffnungsfilms Alice Rohrwacher

Sozialdemokratische Kundgebung für das Frauenwahlrecht, Wien-Ottakring, 1913 "Der Bauerntanz", entstanden um 1568.


Werbung