"Liveloopings sind immer ein Risiko, wir arbeiten mit instabilen Systemen", sagt Bernhard Lang fast schon entschuldigend. Im Anschluss an die Performance von "V-Trike" im Mumok stellten sich am Montag Choreografin Christine Gaigg, Komponist Bernhard Lang, der Medienkünstler Winfried Ritsch und die Tänzerin Veronika Zott dem noch verbliebenen Publikum. Die Mehrheit hatte jedoch schon den Zuschauerraum verlassen - unabhängig von den Erklärungen für die technische Panne zuvor oder die Performance selbst.

Spiel der Wiederholung

Die vier Künstler zeigten das Konzentrat ihrer jahrelangen gemeinsamen Arbeit, das auf dem Konzept der Wiederholung aufbaut: Zott bewegt sich auf einer Metallplatte, diese Geräusche werden per Mikro aufgenommen und zur Soundkulisse. Dazu wird auf einer Leinwand ihre Bewegung aufgezeichnet und gedoppelt. Durch Wiederholungen, den sogenannten Loops, in unterschiedlicher zeitlicher Abfolge und auch mit Abänderungen der Bewegungen entsteht eine Performance, die die übliche Aufführungspraxis umkehrt: Hier ist die Tänzerin die Musikerin, die synchron auch die Projektion gestaltet.

Ein interessantes Konzept, das sich in der Praxis nicht so einfach umsetzen lässt. Vor allem, wenn die Technik streikt, und dann auch bei Wiederholung das Sound-Bewegungskonstrukt nicht klar zu erkennen ist. Die Performance wirkt so eher als Work-in-Progress-Präsentation und unausgereift.