• vom 05.09.2018, 16:27 Uhr

Bühne


Josefstadt

Neues auf der Traditionsbühne




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  • Josefstadt-Direktor Föttinger bis 2026 verlängert, geplant ist eine neue Spielstätte.


© apa/Neubauer © apa/Neubauer

Wien. Das Theater in der Josefstadt widmet sich in dieser Spielzeit den Gedenkjahren 1918 und 1938. Mit Daniel Kehlmanns jüngstem Stück "Die Reise der Verlorenen", in dem es um die Flucht von 937 Juden im Jahr 1939 geht, wird heute, Donnerstag, die Saison eröffnet.

In einer Pressekonferenz zu Saisonbeginn gab die Josefstadt bekannt, dass der bis 2021 laufende Vertrag von Direktor Herbert Föttinger nun bis 2026 verlängert wurde. Seit 2006 führt Föttinger die Traditionsbühne und hat in dieser Zeit das Theaterhaus rundum erneuert. Als neues Projekt schwebt ihm eine dritte Spielstätte vor. Die sogenannte "Josefstadt-Box" soll in den kommenden Jahren an der Stelle des derzeitigen Abo-Büros eingerichtet werden. Der Raum soll Kellertheatergröße (49 Plätze) haben und "jungen Regisseuren einen Ort bieten, wo sie auch mal in Ruhe etwas ausprobieren können", so Föttinger. Im Zuge dessen werde auch der Kassenraum neu gestaltet und das Abo-Büro in Räumlichkeiten in den oberen Stockwerken des Hauses verlegt. Die Kosten für den Umbau sind derzeit noch offen. "Es wird aber sicher mehr als die 1,5 Millionen Euro, die die Renovierung der Werkstätten gekostet hat", hielt der Direktor fest.


Die jüngst von der Stadt Wien und dem Bund gesicherte Subventionserhöhung werde jedenfalls nicht für das Bauvorhaben verwendet, diese Gelder dienen demnach ausschließlich der Deckung gestiegener Personalkosten. "Allein die Lohnanpassungen kosten uns pro Jahr zwischen 400.000 und 450.000 Euro", konkretisierte Stiftungsvorstand Günter Rhomberg.

Haus der Autoren
Rhomberg war bei der Vertragsverlängerung voll des Lobes für Föttinger: Der Direktor habe das Haus seit seinem Antritt in der Saison 2006/07 zum "leistungsfähigsten Theater des Landes" gemacht, was der Eigendeckungsgrad von 40 Prozent belege.

Föttinger selbst freute sich, dass er in seiner Direktion das Ensemble von 24 auf 55 Schauspieler aufzustocken vermochte. Sein Ziel sei es gewesen, das Theater zum "Haus der lebenden Autoren" zu machen, was mit zahlreichen Uraufführungen in den vergangenen Jahren gelungen sei. Auch programmatisch sei ein "modernes, zeitgemäßes Haus, das sich dem 21. Jahrhundert annähert" sein Wunsch.




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Dokument erstellt am 2018-09-05 16:35:59


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