Mit dem Glück in einer unglücklichen Gesellschaft beschäftigt sich "Trigger of happiness". - © L. Fonseca
Mit dem Glück in einer unglücklichen Gesellschaft beschäftigt sich "Trigger of happiness". - © L. Fonseca

Wien. Elio Gervasi, Chris Haring, Willi Dorner und auch Doris Uhlich: Das sind nur einige der bekanntesten österreichischen Performance-Stars mit internationalem Ruf, die in der aktuellen Saison des Tanzquartiers teils mit Premieren, teils mit Wiederaufnahmen zu sehen sein werden. Bettina Kogler, seit 1. Jänner Intendantin, hat sich wohl die jahrelangen Rufe der heimischen Szene nach vermehrten Vorstellungen in den Räumlichkeiten des Museumsquartiers zu Herzen genommen.

Die Saison 2018/19 startet mit gleich zwei Eröffnungen, um sich dann bis Weihnachten einerseits der Suche nach dem Glück, andererseits der Grammatik der Bühne zu widmen - wie Bettina Kogler bei der Programmpräsentation am Donnerstag bekanntgab. Am 4. bis 6. Oktober wird unter dem Motto "Antarktika" ein Symposium zum Thema Entfremdung in der Kunsthalle Wien und im Tanzquartier stattfinden. Es ist gleichzeitig auch der Auftakt zu der namensgleichen Ausstellung, die ab 25. Oktober in der Kunsthalle zu sehen ist. Begleitend dazu findet am 4. und 5. Oktober die Performance "Consul und Meshie" statt, in der Menschen Affen spielen, die wiederum Menschen spielen. Am 11. Oktober zeigt Amanda Pina/nadaproductions "Danza y frontera" basierend auf einem Tanz, der an der Grenze zwischen Mexiko und den USA entstanden ist.

Das Individuum im Kollektiv


Elio Gervasi beschäftigt am 19. Oktober in seiner Gruppenchoreografie "two steps back" die Frage nach den möglichen Freiheiten und Begrenzungen des Individuums im Kollektiv. Am 25. Oktober startet der erste Programmschwerpunkt: Glück - "Happiness" - ist das Thema in den Performances von Künstlern wie Linda Samaraweerova ("The Endless Island of Absence"), Ana Borralho und Joao Galante ("Trigger of Happiness") oder Eisa Jocson ("Princess").

Der Schwerpunkt "Grammar of Stage" - Grammatik der Bühne - zeigt ab 16. November unter anderem zwei Performances von Willi Dorner ("One", "Many"), Arbeiten von Meg Stuart und Tim Etchells ("Shown and Told") und Jan Martens ("Rule of Three"). Im Jänner folgt ein Großprojekt von Ian Kaler mit dem Cullbergbaletten, es folgen im Lauf des kommenden Jahres Doris Uhlichs "Every Body Electric" und neue Stücke von Chris Haring, Lisa Hinterreither und Oleg Soulimenko.

Die erste Halbspielzeit seit Jänner 2018 von Intendantin Kogler bilanziert inklusive dem täglich stattfindenden Jahresprojekt "Negotiations" von Alexander Gottfarb mit 30 Produktionen (ohne "Negotiations": 29) und 232 Vorstellungen (ohne "Negotiations": 77) sowie einer Gesamtauslastung bei den Performance-Vorstellungen von 92,7 Prozent.

Saisoneröffnung des Tanzquartiers

Wien von 4. bis 6. Oktober mit "Antarktika" in der Kunsthalle

Wien und Halle G sowie am

11. Oktober mit Amanda Pinas
"Danza y frontera" in der Halle G.

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