• vom 10.10.2018, 16:45 Uhr

Bühne

Update: 10.10.2018, 17:11 Uhr

Theaterkritik

Unter Gnomen und Geistern




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Von Petra Paterno

  • Astrid Lindgrens "Ronja Räubertochter": ein Heidenspaß im Theater der Jugend.

Romeo und Julia im Wald: Katharina Stadtmann und Harwin Kravitz als Ronja und Birg. - © Rita Newman

Romeo und Julia im Wald: Katharina Stadtmann und Harwin Kravitz als Ronja und Birg. © Rita Newman

Am Anfang erscheint Glatzen-Per, ein sympathischer Räuber à la Hotzenplotz, in Großaufnahme auf einer Videoleinwand und berichtet von zwei Räuberbanden, die seit Menschengedenken verfeindet sind. Am Ende ist die Fehde endlich begraben, was allein den couragierten Ausreißern Ronja (Katharina Stadtmann) und Birg (Harwin Kravitz) zu verdanken ist. Dazwischen liegt ein zweistündiger Theaterabend für Kinder ab sechs Jahren, der im Renaissancetheater einige szenischen Überraschungen bereit hält. Yüksel Yolcu erweist sich bei der Dramatisierung von Astrid Lindgrens letztem Kinderroman "Ronja Räubertochter", erschienen 1981, als versierter Kindertheater-Regisseur, der nicht nur gekonnt lärmige Kampfszenen einzurichten weiß - vor allem die slapstickartigen Kämpfe in Slow Motion sorgen für Lacher -, sondern auch mit zarteren Momenten umzugehen versteht.

Die Tierwelt des Waldes, die Graugnome und Waldgeister hat Figurenbauerin Julia Elisabeth Beyer gewitzt umgesetzt. Ulv Jakobsen hat Räuberburg und Zauberwald in eine abstrakte, gut bespielbare Bühnenlandschaft übersetzt. Bei den Schauspielern ragt Frank Engelhardt in der Rolle des kauzigen Räuberhauptmanns Mattis hervor. Ein Heidenspaß, zum Donnertrummel noch einmal.

Information

Theater

Ronja Räubertochter

Theater der Jugend

Wh. bis: 11. Nov.





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Dokument erstellt am 2018-10-10 16:54:45
Letzte Änderung am 2018-10-10 17:11:20


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