"Der Hausverstand ist der letzte Wächter an der Außengrenze der Intelligenz", so Thomas Franz-Riegler bei seinem neuesten Programm "Jo eh" bei der Premiere in der Wiener Kulisse. Und da dieser außerdem weder mehr Wissen noch mehr Spaß bringt, setzt der Kabarettist in seinem Programm auf die Intuition.

In der personifizierten Rolle ebendieser setzt der Kabarettist auf einen positiveren, mutigeren Blick auf die Welt. Nach dem Jammern als zentralem Element im letzten Programm ein Schritt in Richtung Positivismus. Wie bekannt, gewohnt und lieb gewonnen, dreht sich an diesem heiteren und unterhaltsamen Abend auch alles rund um Musik und Loop-Maschine. Das Publikum darf laut mitsingen und nebenbei ausgiebig mitlachen. Die Themenpalette ist breit gefächert und dreht sich um die Frage, warum wir Menschen eigentlich nicht mehr auf die Intuition hören oder uns von ihr beraten lassen, sondern lieber vorgefertigte Urlaube auf bekannten Routen, die von Suchmaschinen, Bewertungen und dem Navigationsgerät vorgegeben werden, buchen. Wo bleiben der Spaß, der Mut und das Neue auf das man sich einlassen kann?

Alles in allem ein vergnüglicher Abend, der zum Nachdenken und Mitsingen einlädt und bei dem Musik nicht nur ein Beiwerk, sondern ein zentrales Element darstellt. Thomas Franz-Riegler macht sich Gedanken und lässt die Zuseher daran teilhaben. Schlussendlich darf man doch auch mal seinem Bauchgefühl vertrauen. Ein gelungener Premierenabend war somit garantiert.