Foto: www.edijaeger.at
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Edi Jäger bekommt E-Mails. Viele E-Mails sogar. Und alle haben sie Frauen, die ihre Männer nicht verstehen und ihn um Erklärungen bitten. Sagt er zumindest. Ob sie nun echt sind oder nur gut erfunden, er liest jedenfalls daraus vor und ergründet danach die tiefen Schluchten, die sich zwischen den Geschlechtern auftun. Wobei er als Mann ganz klar auf der Seite der Frauen steht, oder besser gesagt: Er huldigt ihnen zwei Stunden lang und beruhigt sie, dass sie nicht alleine sind mit ihren unzulänglichen Mannsbildern und den Sorgen, die sich aus dieser Konstellation ergeben. Denn (fast) alle Männer sind so.

Dabei nimmt er sein Publikum an der Hand und zieht es von einem Klischeebad ins nächste. Da ist zwar wenig neu, aber vieles lustig. Und vor allem die Damen im Saal danken Edi Jäger seine Ode an die Weiblichkeit mit begeistertem Gekuder bei jeder Pointe. Dafür müssen sie aber auch einige Fragen beantworten, die er von der Bühne ins Publikum wirft - wobei allerdings jene an die Männer boshafter sind.

"Männer wohnen -
Frauen wuseln"

Thematisch geht es um alle Reibungsflächen zwischen Anmache und Zuhören, wobei ein zentraler Satz lautet: "Männer wohnen - Frauen wuseln." Und das ist nicht negativ gemeint, denn: "Eine Frau geht einmal quer durch die Wohnung und erledigt dabei 18 Dinge. Ein Mann geht einmal quer durch die Wohnung, kommt mit einem Verlängerungskabel zurück und fragt sich, was er damit wollte." Wer sich hier geschmeichelt fühlt, wird den Ehemann zur nächsten Vorstellung mitschleifen.