Mathias Novovesky zelebriert auf der Bühne seine asozial-narzisstische Misanthropie. Foto: WZ
Mathias Novovesky zelebriert auf der Bühne seine asozial-narzisstische Misanthropie. Foto: WZ

Wann, wenn nicht am Vorabend von Allerheiligen sollte das neue Kabarettprogramm von Mathias Novovesky Premiere feiern? Entstammt der bisherige Duo-Partner von Daniel Maurer doch einer Bestatterfamilie, und die haben am 1. und 2. November sozusagen ihr Hochfest. Zum Jubeln ist dem Herrn Novovesky aber nicht, im Gegenteil: Zwei Stunden lang lässt er das Publikum daran teilhaben, wie er seinen ganzen Grant auf die Welt in eben diese hinausbrüllt.

Anlass dafür gibt es genug, von der Freundin, die ihn verlassen hat, über einen kaputten Geschirrspüler bis hin zu all den Gestalten, die Gottes Schöpfung für ihn unlebenswert machen. Und wie weiland Lieutenant Dan in "Forrest Gump" hadert auch Novovesky mit Gott, freilich auf seine Weise und eventuell auch ein bisschen blasphemisch.

Davor und danach gibt es auch Familienanekdoten aus dem Bestattungswesen, bei denen vor allem Feinbenzin eine wichtige Rolle spielt. Diese Szenen sind genauso absurd und voller schwarzem, makabrem und abgründigem Humor. Der ist zwar nicht immer politisch korrekt, aber höchst unterhaltsam.

Mathias Novovesky: Einzelhaft
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