Wann genau Königstorfer die Burg verlassen wird, ist derzeit noch offen. - © APAweb, Georg Hochmuth

Personalie

Geschäftsführer der Burg geht zurück nach Linz

Der Geschäftsführer des Wiener Burgtheaters, Thomas Königstorfer, geht - obwohl sein Vertrag an der Burg bereits bis 2023 verlängert worden ist - zurück nach Linz. Mit 15. Jänner 2019 übernimmt er von Uwe Schmitz-Gielsdorf den Job als kaufmännischer Direktor des Linzer Landestheaters. Diese Funktion hatte er bereits von 2000 bis 2013 ausgeübt... weiter





StadtRecherchen-Masterminds: Verena Schäffer und Airan Berg. - © Burgtheater

StadtRecherchen

Weltretter am Werk

  • Von Transdanubien ins Akademietheater: 500 Personen machen Theater.

"Wir wollen mit den StadtRecherchen Leute erreichen, die bisher noch nicht den Weg zu uns gefunden haben", sagt Burg-Direktorin Karin Bergmann bei der Pressekonferenz zur Abschlussfeier des Projekts. Mit dieser Intention, das Haus am Ring für möglichst breite Publikumsschichten zu öffnen, wurden die StadtRecherchen vor nunmehr zwei Jahren ins Leben... weiter




Der Krieg zerstört auch die Leben derer, die nicht eingerückt sind: Jasmin Reif. - © Bettina Frenzel

Theaterkritik

Vom Elend des Krieges

  • Die Wiener Scala grub Sean O’Caseys Tragikomödie "Der Preispokal" aus.

Musik und Projektionen entführen in eine andere Zeit, ehe in der Wiener Scala der Vorhang aufgeht: "Der Preispokal" ("The Silver Tassie") des Iren Sean O’Casey spielt gegen Ende des Ersten Weltkrieges. Junge Iren, die gerade noch mit ihrem Fußballteam den Meisterschaftspokal errungen haben, ziehen mit der britischen Armee ins Feld, übermütig... weiter




Freibeuter und schlafende Schönheit: Sebastian Geyer (Der Fremde) steuert Mara Mastalir (Carlotta) an. - © Volksoper Wien/Barbara Pálffy

Operettenkritik

Sizilien darf nicht Wien werden6

  • Temporeich und (weitgehend) witzig: "Gasparone" an der Wiener Volksoper.

Als Vorspiel zum Life Ball war der Abend wohl nicht gedacht. Dennoch wehte am Samstag ein Hauch von Homoerotik an der Wiener Volksoper. Jedenfalls für einen Moment: Ein Fast-Nackerbazi stand da in enger Unterhose, umschwirrt von einem Schwarm Paradiesvögel. Doch Achtung: Der Papa, Bürgermeister des sizilianischen Dorfs Trapani und auch schon im... weiter




Tschüss, Chris! Und wie geht’s weiter? - © Kietzmann/Action Press/picturedesk.com

Berlin

Partisanenkampf4

  • Chris Dercons Versagen als Intendant der Berliner Volksbühne ist wie ein Lehrstück zur Kultur- und Stadtpolitik.

Wer meint, Theater sei ein antiquiertes Medium, bestenfalls Refugium des Bildungsbürgertums, wurde in Berlin eines Besseren belehrt. Rund um die Volksbühne entbrannte ein drei Jahre lang währender Kulturkampf, bei dem die Bühne zu einer Metapher für den Zustand der Stadt wurde. Theaterbelange wuchsen sich zu Fragen der Stadtpolitik aus... weiter




- © Judith BussVideo

Theaterkritik

Komm, süßer Tod2

  • Susanne Kennedys verrätselte und zuckerlbunte Todesfuge als Festwochen-Gastspiel.

Es gibt Theaterprojekte, die sich zu viel vornehmen und den eigenen Ansprüchen kaum mehr gerecht werden können. Ein Beispiel dafür ist das Festwochen-Gastspiel von Susanne Kennedys Version der "Selbstmord-Schwestern". Das Stück basiert auf Jeffrey Eugenides gleichnamigem Roman. Sein 1993 erschienenes Debüt wurde ein Bestseller... weiter




"Eine Art Oper" verhandelt die Genregrenzen neu. - © Marton KovacsVideo

Tabu Kollekció

Oper im Vorbeigehen1

  • Das Festival Musiktheatertage Wien startete im Werk X.

Opulenz und Memento Mori? Sehr opernhaft. Selfie-Stick und Regelblutung? Eher nicht. Eigentlich - denn in diesem Spannungsfeld steht die ungarische Tabu-Kollektion (ungarisch: Tabu Kollekció) von Musikerin Dóra Halas und Kostümbildnerin Fruzsina Nagy, die am Sonntag die Musiktheatertage in Wien eröffnete... weiter




Klaus Dörr, 57, war Geschäftsführer im Maxim Gorki und in Stuttgart. Seit April leitet er interimistisch die Berliner Volksbühne. - © Kietzmann/ap/pictdesk

Interview

"Hoffen wir das Beste!"3

  • Der interimistische Volksbühnen-Leiter Klaus Dörr über drängende Probleme.

"Wiener Zeitung":(pat) Was sind gegenwärtig die drängendsten Probleme der Volksbühne? Klaus Dörr: Regieteams und Produktionen für die kommende Spielzeit zu finden. Haben Sie derzeit überhaupt Stücke, die Sie in der nächsten Spielzeit zeigen können? Die Zeit von Mitte August bis Mitte Oktober ist noch durch bestehende Verpflichtungen geprägt... weiter




Oliver Tambosi ist aktiv in allen Genre-Gassen. Vermeintlicher Räuber in Rot: Sebastian Geyer (Der Fremde) mit Christian Graf (Luigi). - © Barbara Pálffy/Volksoper Wien

Operetten-Premiere

Die Insel der Unseligen4

  • Der Operetten-Räuber Gasparone sucht die Volksoper heim: Regisseur Olivier Tambosi im Gespräch.

Wien. Man kennt das ja: Ein Künstler hat Erfolg - schon droht ihm die Einordnung in eine Schublade. "Kaliber der Komödie" steht dann darauf, "Doyen der Tragödie", "Bannerträger der Tradition". Oder "Advokat der Avantgarde". Olivier Tambosi ist ein solches Schicksal erspart geblieben. Ein Blick auf seinen Lebenslauf legt vielmehr die Vermutung nahe:... weiter




Das Glanzlicht des Abends: Aida Garifullina, hier neben Juan Diego Flórez. - © Staatsoper/Pöhm

Opernkritik

Gedrosselte Dramatik24

  • Fast geglückte Wiederaufnahme von "Rigoletto" an der Staatsoper.

Ein Abend wie so oft im Leben: Für Verdis Rigoletto sind immer alle anderen an der eigenen Unfähigkeit schuld. So sah es für den herzöglichen Spaßmacher auch in der 22. Aufführung von Pierre Audis beliebig wirkender Staatsoperninszenierung aus. Der Anti-Titelheld konnte sich hier aber auch vokal nicht recht entfalten... weiter




Festwochen

Das Blut bleibt1

  • "The Walking Forest": Macbeth-Fortschreibung mit einem Appell zum politischen Widerstand.

Schmucklos ist die Halle 4 in den Gösserhallen. Es gibt vier Videoleinwände und eine Bar. Auf einer der Vidiwalls wippt ein nervöser Fuß im Flipflop. Er gehört Igor. Er erzählt von seiner Zeit im brasilianischen Hochsicherheitsgefängnis Bangu. Dort war er sieben Monate als politischer Häftling eingesperrt... weiter




Raven wie in den 1990ern - aber in Slowmotion. - © Estelle Hanania

Festwochen

Im zähen Fluss der Zeit2

  • Die französisch-österreichische Künstlerin Gisele Vienne zeigt in "Crowd", wie sehr Zeitlupe die Qualität des Sehens beeinflusst.

Zeit ist so viel mehr als die lineare Wahrnehmung im Alltagsgeschehen. Der Lauf der Minuten, Stunden, Tage wird oft nicht bewusst empfunden, zu sehr vereinnahmt das Leben. Und die Zeit rauscht unbemerkt. Da braucht es ein klares Stopp. So wie Gisele Vienne mit "Crowd", das zurzeit bei den Wiener Festwochen in den Gösserhallen zu sehen ist... weiter




Tribünenstimmung. - © Nurith Wagner-Strauss

Fußballfan-Doku

Rotes Blut, goldenes Herz4

  • Mohamed El Khatibs Fußballfan-Doku "Stadium" bei den Wiener Festwochen.

Flutlicht, ein Stück Tribüne und 50 brüllende Selberspieler in Rot und Gelb, den Farben des RC Lens. Die "Friterie Momo" auf der Bühne wartet originalgetreu auf Pausenverzehr. Mit dieser Semidoku "Stadium" rekrutierte Mohamed El Khatib beim jüngsten Festival von Avignon auch Fußballferne als Fans des französischen Zweitlegisten... weiter




Im Bilderuniversum.

Angriff

Bilderrausch2

  • Angriff der Bilder auf die Netzhaut: "Feed.X".

Diese Aufführung bringt Sie in Gefahr. Jeder Besucher muss unterschreiben, dass er nicht unter Asthma, Klaustrophobie, Epilepsie, Migräne, Bluthochdruck und Ähnlichem leidet. Wer sich frei davon fühlt, nimmt in der Halle G vor einer großen Leinwand Platz, wie im Kino. Noch einmal wird man eindrücklich ermahnt: "Wenn Ihnen schlecht wird... weiter




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    "WZ"-Chefredakteur
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  5. Lamas! Überall Lamas!

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Tilda Swinton in einem Haute Couture Kleid des Designers Schiaparelli - das sich sogar in den Schuhen und Handschuhen optisch fortsetzt.

Gruppenbild der Jury: Präsident Guillermo del Toro (4.v.l.) gewann im Vorjahr den Goldenen Löwen für "The Shape of Water". Ganz links Venedig-Chef Alberto Barbera im Gespräch mit Christoph Waltz, ganz rechts:Biennale-Präsident Paolo Barratta. Werbung für Die Single "Baby I Love You" im Magazin Billboard 1959.

Sean Godwells Entwurf einer Kapelle erinnert beim ersten Auftritt des Vatikans auf der Architekturbiennale in Venedig auf den ersten Blick an einen aufklappbaren Würstelstand. Shepard Fairey vor seinem Mural am Wiener Flughafen.