Abstrakter Bühnenbildentwurf von Koloman Moser zu einem unbekannten Stück, um 1913-1915. - © Theatermuseum, KHM

Ausstellung

Neue Formensprache am Theater1

  • Das Theatermuseum zeigt im Jubiläumsjahr die wenig bekannten Bühnenwerke von Koloman Moser.

Koloman Moser (1868-1918) irrlichterte zwischen den Disziplinen. Bekannt mag er vor allem als Maler und Grafiker sein, aber er hat sich gleichermaßen mit Möbeln und Design beschäftigt (wie derzeit eine eindrucksvolle Schau im MAK belegt). Weniger herumgesprochen hat sich hingegen, dass Moser auch als Bühnen- und Kostümbildner tätig war und auf... weiter





Salzburger Führungsriege: Präsidentin Helga Rabl-Stadler und Intendant Markus Hinterhäuser. - © Vogl/Pict.desk

Salzburger Festspiele

Spiegel und Zerrspiegel

  • Salzburger Festspiele 2019: Antike Mythen und neue Buhlschaft.

Salzburg. (pat) "Haben Mythen in unserer Welt überhaupt noch Bestand?", räsoniert Markus Hinterhäuser, Intendant der Salzburger Festspiele. Diese Frage wird das Programm von 20. Juli bis 31. August 2019 umkreisen. Für die Versuchsanordnung rund um die Relevanz antiker Mythen werden fünf Opern- und vier Schauspielpremieren über die Bühne gehen... weiter




Valery Tscheplanowa wurde für ihre Mitwirkung in Ulrich Rasches Inszenierung von "Die Perser" mit tollen Kritiken und einer Nestroy-Preis-Nominierung bedacht. - © APAweb / Gindl Barbara

Salzburger Festspiele

Valery Tscheplanowa wird neue Buhlschaft3

  • Die deutsche Schauspielerin wird an der Seite von Tobias Moretti die Buhlschaft im "Jedermann" spielen.

Salzburg. Auch 2019 wird das Schauspielprogramm der Salzburger Festspiele wieder mit dem "Jedermann" starten. Dazu wird zum dritten Mal Michael Sturmingers Interpretation des Stücks mit Tobias Moretti in der Hauptrolle zu sehen sein - allerdings mit Valery Tscheplanowa als neuer Buhlschaft. Die 38-jährige Deutsche löst nach zwei Saisonen Stefanie... weiter




Ebenbürtige Partner: Nikisha Fogo und Denys Cherevychko. - © Wr. Staatsballett /A. Taylor

Ballettkritik

Höhenflüge6

  • Manuel Legris gelingt mit seiner "Sylvia" ein traditionelles Ballett-Highlight.

Viel gewagt - alles gewonnen: 20 Minuten dauerte am Samstag der Schlussapplaus, Standing Ovations inklusive, nach der Uraufführung des abendfüllenden Balletts "Sylvia" von Manuel Legris. Ein Avancement zur Ersten Solistin hatte der Ballett-Triumph obendrein zur Folge. Dabei beinhaltete die Wahl des Stücks für Legris’ erst zweite abendfüllende... weiter




- © Andreas Lepsi

Kabarett

Popcorn im Krematorium4

  • Herbert Steinböcks neues Programm "Ätsch" wird nach bravem Anfang richtig wild.

Wie wäre das, als Kind vertauscht worden zu sein? Und dann, nach 60 Jahren, erfährt man erst davon. Was könnte man tun, solange man noch man selbst ist und nicht jemand anderer? Eine Bank überfallen? Eine Nacht mit einer Geisha verbringen? Und wer mag wohl das Gegenüber sein, das schon bald das eigene Ich ersetzen wird... weiter




Sebastian Mock spielt auch eine ganze Hasenfamilie. - © Daniel Auer

Kindertheater

Auf der Suche nach dem Glück

  • Hinreißendes Kindertheater: Erwin Mosers "Der glückliche Biber" im Niedermair.

Kindertheater ist eine Herausforderung für alle Beteiligten: die Schauspieler, das Publikum und dessen Eltern. Vor allem, wenn eine Geschichte von Erwin Moser (1954 bis 2017) nachgespielt wird. Denn der begnadete Katzen- und Mäusezeichner scherte sich bei seinen wundersamen Erzählungen nicht immer darum, ob die Kinder das... weiter




Wenn man nicht weiter weiß: Farbe über den Kopf. - © S. Einzenberger

Theaterkritik

Eheschlacht mit Farbtopf3

  • Tomas Schweigen inszeniert Martin Crimp als Aktionismus-Farce.

"Also: Welchen Grund gab es, ein Kind zu kriegen?", so schroff fängt Martin Crimps jüngstes Stück "Schlafende Männer" an. Vera von Gunten rotzt den Satz in ein Mikrofon und nimmt in größtmöglicher Entfernung von ihrem Mann (Sebastian Schindegger) Platz. Die Bühne des Schauspielhauses sieht aus wie ein heruntergekommenes Atelier... weiter




Theaterkritik

Kinder, Karriere, Klamauk1

  • Kosmos Theater eröffnet mit Stück über Mütter.

Regisseurin Milena Michalek, Tochter der neuen künstlerischen Leiterin des Kosmos Theaters, Veronika Steinböck, läutet ihre Eröffnungsinszenierung "Mütter. Eine ekstatisch-matriarchalische Kosmologie" mit einem Ritual ein, bei dem die Darstellerinnen, bekleidet mit Ganzkörperkunststofftrikots, einander an den Händen halten und über ihre Mütter zu... weiter




Alle acht: Silvia Meisterle (v. l.), Sandra Cervik, Isabella Gregor, Marianne Nentwich, Anna Laimanee, Pauline Knof, Susa Meyer und Swintha Gersthofer. - © Sepp Gallauer

Theater-Kritik

Der Schlusschor versöhnt9

  • "Acht Frauen" von Robert Thomas in den Wiener Kammerspielen.

Mittlere Intelligenz reicht nicht aus, um die Verknotungen in dieser Kriminalkomödie zu entwirren. Spannung also bis zum überraschenden Ende. Acht Frauen auf der Bühne und kein Mann, und jede könnte den Hauspatron im Schlafzimmer erdolcht haben. Robert Thomas (1927-1989) schrieb "Huit Femmes" für die Bühne mit jenem Ehrgeiz, den es braucht... weiter




Kostümfigurinen der männlichen Hauptrollen in "Sylvia". - © Luisa Spinatelli

Interview Manuel Legrs und Luisa Spinatelli

Die Götter leben!3

  • Manuel Legris inszeniert seine Ballettpremiere "Sylvia" als Hommage an die griechische Mythologie.

Göttin Diana und Gott Eros, Orion, Nymphen - darunter Sylvia - Faune sowie ein großes Bacchus-Fest. Und natürlich geht es bei ihnen um die Liebe. Der im Tanz schon fast in Vergessenheit geratenen griechischen Mythologie haucht Manuel Legris wieder Leben ein: Der Chef des Wiener Staatsballetts bringt am Samstag seine Version des opulenten Balletts... weiter




Alexandra Henkel im tapferen Kampf gegen die Klischees des Textes. - © Reinhard Werner/Burgtheater

Theaterkritik

So sind sie, die Mädels und Jungs1

  • Im Vestibül findet Dennis Kelly Erklärungen für den neuen Maskulinismus.

Ab März 2019 zeigt das Burgtheater "Waisen" von Dennis Kelly. 2009 in Edinburgh uraufgeführt, ist der Text ein Hansdampf in allen Theatern. Schnelle Dialoge, sozialrealistisches Setting. Kellys neuestes Stück heißt "Girls & Boys". Premiere war am Mittwoch, und zwar auch an der Burg. Für das Vestibül hat Dietmar König die österreichische... weiter




Michael Niavarani und Viktor Gernot (hier bei der Präsentation ihrer gemeinsamen Werke im Jahr 2011, bevor sich ihre künstlerischen Wege vorläufig trennten) verbindet eine 30-jährige Freundschaft. - © www.globe.wien/Markus Wache

Kabarett

Ein Wiedersehen zu Silvester

  • Michael Niavarani und Viktor Gernot spielen am 31. Dezember im Globe Wien zweimal gemeinsam.

Die Karten für den Silvesterabend im Globe werden vermutlich morgen alle weg sein. Kein Wunder, haben doch Michael Niavarani und Viktor Gernot zahlreiche Fans. Und wenn die beiden Kabarettisten nach mehrjähriger Abstinenz nun für zwei Vorstellungen an einem Abend wieder gemeinsame Sache machen, fallen zu Silvester quasi auch gleich Ostern und... weiter




Aufruf zur Neugestaltung Europas: Robert Menasse (Bild) hat ein Manifest verfasst. - © apa/H. Pfarrhofer

Rettet Europa

Lang lebe Europa!20

  • Künstler rufen das Ende der Nationalstaaten aus - und begründen beim "European Balcony Project" die Europäische Republik.

Manifeste werden in Zeiten des Umbruchs verfasst, in denen alte Ordnungen und Überzeugungen ins Wanken geraten und Neues nicht in Sicht ist. Die Hochzeit jener Schriften, mit denen sich Künstlerinnen und Künstler mittels großer Geste ins Weltgeschehen eingeschrieben haben, datiert vor allem zu Beginn des vergangenen Jahrhunderts: Gleichsam im... weiter




Blüht dramatisch auf: Lianna Haroutounian. - © Pöhn/Staatsoper

Opernkritik

Neues aus dem Riesen-Holzschnitt1

  • "Madama Butterfly" stirbt an der Staatsoper zum 383. Mal in der gleichen Regie.

Wäre diese Inszenierung eine Person, sie dürfte bald in Pension gehen: Die Bühnenbilder von Tsugouharu Foujita leisten seit mittlerweile 61 Jahren rüstige Dienste an Puccinis "Madama Butterfly" an der Staatsoper. Foujita, der japanisch-französische Maler, ist 1968 verblichen, ebenso der einstige Regie-Partner Josef Gielen... weiter




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Neo-Viennale-Chefin Eva Sangiorgi (links) mit der Regisseurin des Eröffnungsfilms Alice Rohrwacher

Sozialdemokratische Kundgebung für das Frauenwahlrecht, Wien-Ottakring, 1913 "Der Bauerntanz", entstanden um 1568.

Ignaz Kirchner als "Samiel", 2007, während der Fotoprobe von "Der Freischuetz" in Salzburg.  Das Tutu ist das Spezifikum der Ballerina, die elfengleich über die Bühne schwebt.