Kommt nach Salzburg: Nikolaus Bachler. - © dpa/Volker Dornberger

Job-Wechsel

Salzburg: Bachler wechselt zu Osterfestspielen

  • Christian Thielemann soll künstlerischer Leiter bleiben.

Salzburg. Im Sommer war es noch ein Gerücht, nun ist es fix: Nikolaus Bachler übernimmt im Juli 2020 die kaufmännische Geschäftsführung der Osterfestspiele Salzburg, ab der Saison 2022 auch die künstlerische Gesamtverantwortung. Bachler, ehemals Leiter des Burgtheaters und der Volksoper, ist seit 2008 Intendant der Bayerischen Staatsoper in München... weiter





Ein Prosit aufs Dorfleben. Von links: Willy Mutzenpachner, Stefanie Sourial, Johannes Scheutz, Pamina Puls, Sophie Wegleitner. - © Alexandra Thompson

Theaterkritik

Totentanz5

  • Das Performancekollektiv Nesterval führt mit anarchischer Wucht ins Dorfleben anno 1964.

"Grias di, scheen, dass’d do bist", so werden die Theaterbesucher begrüßt. Freundlich wird man gebeten, in der heimeligen Wirtstube der Buschenschank Stift St. Peter Platz zu nehmen. Gefüllte Weingläser stehen schon griffbereit. Das Wiener Performancekollektiv Nesterval lädt in seiner jüngsten szenischen Auseinandersetzung "Das Dorf"... weiter




Ruzan Mantashyan (Fiordiligi), Anna Goryachova (Dorabella, r.). - © Monika Rittershaus

Opernkritik

Eine Unterwerfung6

  • Kirill Serebrennikov hat - trotz Hausarrests in Russland - in Zürich einen Opernabend inszeniert.

Mit "Free Kirill" auf den T-Shirts der Protagonisten war der russische Theater-, Film- und Opernregisseur Kirill Serebrennikov symbolisch beim einhelligen Schlussapplaus am Sonntag im Opernhaus Zürich dabei. Wegen Veruntreuungsvorwürfen darf er seine Moskauer Wohnung seit August 2017 nur mit Fußfessel verlassen... weiter




Eckart von Hirschhausen will sein Publikum auch gesundheitlich aufklären. - © Maike Helbig

Interview

"Wer nicht genießt, wird ungenießbar"3

  • Der Arzt und Kabarettist Eckart von Hirschhausen über das Altern, Diäten und die ungleiche Verteilung der Lebenszeit.

"Wiener Zeitung": In Ihrem neuen Programm "Endlich!" geht es auch ums Thema Alter - darf man Sie mit 50 Jahren ungestraft als alt bezeichnen? Eckart von Hirschhausen: Ich fühle mich nicht alt und kann mich auch nicht beschweren. Ich kann immer noch alles, was ich mit 20 konnte - halt nur nicht mehr am selben Tag... weiter




"Loin d’ici" heißt das neue Kunstwerk, das in der aktuellen Saison 2018/19 den Eisernen Vorhang der Wiener Staatsoper ziert. Ein Blick in die Ferne, ein Meer in Schwarz-Weiß. Der belgische Künstler Pierre Alechinsky hat die 176 Quadratmeter Fläche im "schönsten Bilderrahmen der Welt" gestaltet, wie Staatsoperndirektor Dominique Meyer bei der Präsentation am Freitag, sagte. Alechinsky, der vor wenigen Tagen 91 Jahre alt geworden ist, hat sich in seiner langjährigen Beschäftigung mit der Druckgrafik immer mehr der Reduktion der Mittel und der Konzentration der Form verschrieben. 2000 Lithografien hat er geschaffen, für die Staatsoper entschied er sich, das Meer zu evozieren. Eine Erinnerung an den Atlantikwall sei es für ihn, wird er in einem Interview mit Jury-Mitglied Hans-Ulrich Obrist zitiert. "Das Meer bedeutete, denjenigen zu erwarten, der vom Meer kommt." Wiener Staatsoper/museum in progress - © museum in progress

Eisener Vorhang 2018/19

Ein Meer aus Schwarz-Weiß

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Kabarett

Wenn zwei ins Plaudern kommen

  • Gerhard Walter lässt sich von Gunkl die Welt erklären.

An sich, hat er einmal in einem Interview erklärt, schätzt Günther Paal alias Gunkl geordnete Strukturen, in denen er sich bewegen kann. Insofern ist es nicht unbedingt sein Traumraum, in den er sich mit Gerhard Walter begibt: Denn sie geben ihrem Publikum sehr viel Freiheit, wenn sie zur Eröffnung nach Fragen fragen... weiter




Strategiebesprechung: Sabine Haupt und Gregor Bloéb. - © Georg Soulek

Theaterkritik

Die Kugel rollt5

  • Gregor Bloéb glänzt in der Politkomödie "Der Kandidat" im Akademietheater.

Ein steinreicher Unternehmer, der beschließt, aus Langeweile in die Politik zu gehen? Kommt einem bekannt vor. Aber Carl Sternheim, der das Stück "Der Kandidat" 1913/14 nach einer Vorlage von Gustave Flaubert geschrieben hat, konnte Donald Trump noch gar nicht kennen. Dass Sternheim schon damals die verwinkelten Mechanismen der Demokratie... weiter




Aida Garifullina bezauberte als Adina. - © Staatsoper / Ashley Taylor

Opernkritik

Liebesglut und Regiestaub9

  • Schöner Staatsopern-Belcanto mit Donizettis "Liebestrank".

Es war wie immer im Leben - und eben oftmals in der Oper. Was man nicht hat, das will man. Und zwar um jeden Preis. So agierte auch wieder erfolgreich Aida Garifullina in Donizettis Melodramma giocoso "L’elisir d’amore" als schöne Adina, die ihren lang verschmähten Verehrer Nemorino nicht mit dem Rest des Dorfes teilen wollte... weiter




Mathias Novovesky zelebriert auf der Bühne seine asozial-narzisstische Misanthropie. Foto: WZ

Kabarett

Nicht ohne mein Feinbenzin3

  • Mathias Novovesky brüllt in seinem Soloprogramm "Einzelhaft" seinen ganzen Grant in die Welt hinaus.

Wann, wenn nicht am Vorabend von Allerheiligen sollte das neue Kabarettprogramm von Mathias Novovesky Premiere feiern? Entstammt der bisherige Duo-Partner von Daniel Maurer doch einer Bestatterfamilie, und die haben am 1. und 2. November sozusagen ihr Hochfest. Zum Jubeln ist dem Herrn Novovesky aber nicht... weiter




Foto: www.edijaeger.at

comedy

Eine Ode an die Frauen

  • Edi Jäger fällt vor der Damenwelt verbal auf die Knie.

Edi Jäger bekommt E-Mails. Viele E-Mails sogar. Und alle haben sie Frauen, die ihre Männer nicht verstehen und ihn um Erklärungen bitten. Sagt er zumindest. Ob sie nun echt sind oder nur gut erfunden, er liest jedenfalls daraus vor und ergründet danach die tiefen Schluchten, die sich zwischen den Geschlechtern auftun... weiter




Emil Ludwig (Mitte) bei der Generalprobe zu seinem Stück "Cecile", das im Deutschen Theater in Prag um 1935 zum ersten Mal gespielt wird. - © Austrian Archives (S) / Imagno /

Exiltheater

Zensur und Zuflucht5

  • In den Kronländern der Donaumonarchie existierten zahlreiche deutschsprachige Bühnen, die nach 1918 auch zu Zufluchtsorten wurden. Einblicke in ein weitgehend unbekanntes Kapitel der österreichischen Theatergeschichte.

"Hier lernt man Weinen, wenn man es noch nicht kann", sagt Loni Holl bei ihrer Ankunft in der tschechischen Kleinstadt. Die Heldin in Lili Grüns Roman "Zum Theater" tritt in dem Kaff ihr erstes Bühnenengagement an. "Zum Theater" erzählt unter anderem davon, wie die junge Wienerin fern der Heimat mit ihrem ersten kargen Gehalt zurande kommt ("das... weiter




Exzellent: Martin Winkler als Erbschleicher. - © Pálffy/Volksoper

Opernkritik

Der Papa wird’s schon richten2

  • Kurzweilig: die Einakter "Der Mantel" und "Gianni Schicchi" an der Volksoper.

(irr) Ein schlechter Abend für Blumenwerfer: Der erste Strauß, zur Halbzeit in Richtung Sopran geschleudert, schlägt im Orchester auf; der zweite Bund, eine Stunde später abgeschossen, droht den Tenor in der Leibesmitte zu treffen. Doch der Mann besitzt Geistesgegenwart, fängt das florale Geschoß auf und verehrt es mit einem Knicks seiner... weiter




Petra Morzé: "Meine Maxime: Lass dich nie von einem Mann unterdrücken!" - © Robert Newald

Interview

"Ich habe Kampfgeist"12

  • Burg-Schauspielerin Petra Morzé über ihre Laufbahn und warum sie Sprechübungsbücher an die Wand knallte.

Diese Spielzeit ist wohl die vorerst letzte Gelegenheit, Petra Morzé am Burgtheater in Aktion zu erleben. Seit 2002 ist die Schauspielerin eine wesentliche Stütze des Ensembles, der designierte Intendant Martin Kušej hat ihren Vertrag jedoch nicht verlängert. Am Mittwoch (31. Oktober) feiert Carl Sternheims Polit-Farce "Der Kandidat" Premiere... weiter




Enge Zusammenarbeit: Max Reinhardt (l.) mit Hugo von Hofmannsthal im Park des Schlosses Leopoldskron, um 1930. - © Imagno/Getty Images

Theater

Besessener der Darstellungskunst5

  • Theater als Wahrheitssuche mit Mitteln der Illusion - das war die Leitidee von Max Reinhardt. Vor 75 Jahren starb der Bühnenmagier in New York.

Der Herbst 1943, an dem Max Reinhardt, gerade erst 70 Jahre alt geworden, in New York das Leben verlor, verlockte zu ausgedehnten Spaziergängen. Der Emigrant unternahm sie mit Hund. Doch das Tier erwies sich als unberechenbar. Irgendwann biss es seinen Herrn, und der Regiemeister vermochte die (körperliche wie seelische) Verletzung nicht mehr zu... weiter




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Neo-Viennale-Chefin Eva Sangiorgi (links) mit der Regisseurin des Eröffnungsfilms Alice Rohrwacher

Sozialdemokratische Kundgebung für das Frauenwahlrecht, Wien-Ottakring, 1913 "Der Bauerntanz", entstanden um 1568.

Ignaz Kirchner als "Samiel", 2007, während der Fotoprobe von "Der Freischuetz" in Salzburg.  Das Tutu ist das Spezifikum der Ballerina, die elfengleich über die Bühne schwebt.