Simone Solga zollt Merkel "große Bewunderung, sich in der Männerwelt auf politischem Parkett behauptet zu haben". - © D.Reichenbach

Kabarett

Und die Sakkos bekommt dann Kim1

  • Simone Solga, die "Souffleuse der Kanzlerin", über Angela Merkel als Vorbild für Frauen, die AfD und politisches Kabarett.

Seit 2005 ist Angela Merkel deutsche Kanzlerin. Genauso lange hat sie eine "Kanzlersouffleuse": die Kabarettistin Simone Solga, die ihr drittes Soloprogramm so genannt hat und sich seither an der deutschen Innenpolitik abarbeitet. Mit ihrem inzwischen vierten Merkel-Programm, "Das gibt Ärger", gastiert die 55-jährige Thüringerin am 31... weiter





Miriam Fussenegger, Caroline Frank. - © Sophie Menegaldo

Theaterkritik

Blutrache von Jethro Compton im Rabenhof Theater7

  • Der Alpenwestern "Blutrache", uraufgeführt im Rabenhof Theater.

Theaternebel wabert über die Bühne des Rabenhof Theaters. Eine Schauspielerin in bodenlanger tiefschwarzer Tracht schlängelt sich über die mit Baumstämmen vollgestellte Bühne, positioniert sich an der Rampe, legt die Schrotflinten-Attrappe an und feuert frontal ins Publikum. Peng. Äußerst effektvoll beginnt die Uraufführung von "Blutrache"... weiter




 Ian Anderson präsentierte in der Stadthalle Jethro Tull. - © David Bitzan

Konzertkritik

Eine wunderbare Reise zu den Ursprüngen von Jethro Tull11

  • Ian Anderson nahm seine Fans in der Wiener Stadthalle mit in die Siebziger und Achtziger Jahre.

Ian Anderson gab sich nun also am Montagabend in der Wiener Stadthalle die Ehre, um mit seinen Fans ein halbes Jahrhundert Jethro Tull zu feiern. Und die Anhänger des Progressive Rock waren zahlreich erschienen, um dessen Altmeister bei einem musikalischen Exkurs vor allem durch die beiden ersten Jahrzehnte des Schaffens der von ihm so geprägten... weiter




Happyend im Big Apple: Eileen (Olivia Delauré) reüssiert auf der Bühne, Schwester Ruth (Sarah Schütz) herzt den Journalisten Robert (Drew Sarich). - © Barbara Pálffy/Volksoper Wien

Musicalkritik

Die 30er sind zurück8

  • "Wonderful Town" an der Wiener Volksoper: ein durchwachsenes Ende für das Bernstein-Jahr.

Naheliegend, dass die Volksoper im ausgehenden Leonard-Bernstein-Jahr dem musikalischen Tausendsassa mit einem seiner Musicals Tribut zollt. Mit "Wonderful Town" griff man zwar nicht zum Blockbuster aus der Bernstein-Schublade, aber immerhin zu einem Musical mit besonderem Bezug zur Volksoper. 1956 wurde es hier erstmals in deutscher Sprache... weiter




Performer in Drahtwölkchen-Kokon. - © S. Bolesch

Performance-Kritik

Berliner Choreografin Sasha Waltz porträtiert in "Kreatur" die menschliche Zerrissenheit

  • Enthemmte Wesen

Diese Wesen trippeln in einem silbernen, zarten, drahtwölkchenähnlichen Kokon. Hie und da ragt ein Arm heraus, selbst dieser scheint, trotz menschlicher Physiognomie, eher einer außerirdischen Kreatur anzugehören - dementsprechend benennt Sasha Waltz ihr Stück auch "Kreatur" - das Gastspiel war am Wochenende als österreichische Erstaufführung im... weiter




Theaterkritik

Unschärfe-Beziehungen bei "Heisenberg" auf Volkstheater-Bezirkstournee2

  • "Heisenberg" von Simon Stephens auf Volkstheater-Bezirkstournee.

Wo bleibt Werner Heisenberg, werden sich in Simmering und Floridsdorf bildungsbeflissene Abonnenten des Volkstheaters fragen. In der Zwei-Personen-Beziehungskomödie "Heisenberg" ist der 75 Jahre alte Hagestolz in London, dem eine 42 Jahre junge Amerikanerin zuläuft, kein Nobelpreisträger. Sondern Fleischhauer im eigenen Laden... weiter




Irre Figuren: "Dr. Dam Mad" zaubert . . . - © Aram VOVES

Zauberei

Völlig verrückte Zaubererkomik4

  • Die "Fools Brothers" verbinden absurde Clownerie mit erstaunlichen Illusionen.

Am Anfang war "Tohuwabohu" - und in dieser völlig verrückten TV-Sendung kam ein gewisser Jango Edwards vor. Der Mann ist heute Legende und hat inzwischen zwei Jünger: die Brüder Michael und Andreas Swatosch alias Lionel und Liam Fool. In ihrer eigenen Show verbinden sie als "Fools Brothers" absurde Clownerie mit erstaunlichen Illusionen... weiter




Auferstanden aus dem Erdgrab: Matteo Haitzmann. - © Franzi Kreis

Performance-Kritik

Verebbender Totentanz6

  • Choreograf Simon Mayer zeigt durchwachsene "Requiem"-Uraufführung.

Sanft reinigt eine dunkelgekleidete Performerin den nackten, am Boden liegenden und regungslosen Körper. Mit Bedacht und sichtlichem Respekt wäscht sie über sein Gesicht. Dann wird er von vier Männern auf eine schwarze Bahre gehievt - schnell noch mit Mikros beklebt -, und vom Foyer aus, begleitet von Nebelschwaden, in den Theaterraum getragen... weiter




Jan Hutter als König Artus. - © Pertramer

Theaterkritik

"König Artus" im Rabenhof Theater8

  • "König Artus" im Rabenhof Theater.

Historiker bezweifeln, ob es ihn jemals gegeben hat, was seinen lebhaften Interpretationen in ungezählten Ritter- und Heldengeschichten keinen Abbruch tut: Die Rede ist von König Artus. Der Herrscher Britanniens, der das Schwert Excalibur aus dem Stein zog, ist nach wie vor Zentralgestirn einer ganzen Reihe an Abenteuergeschichten (von der... weiter




- © Bettina Frenzel

Theaterkritik

"Nicht immer ist Liebe dabei"2

  • "Begehren": eine berückende Feldforschung im Kosmos Theater.

Gesine Schmidts "doku-fiktionale Feldforschung" "Begehren", deren österreichische Erstaufführung nun im Wiener Kosmos Theater ihre Premiere hatte, ist in der Inszenierung der vor kurzem mit dem Nestroy-Preis ausgezeichneten jungen österreichischen Regisseurin von Sara Ostertag ein fährtenreicher text-choreografischer Bekenntnisabend geworden... weiter




Niklas Doddo als kleiner Lord. - © Rita Newman

Theaterkritik

"Der kleine Lord" im Theater der Jugend1

  • Er gehört ins fixe Fernsehprogramm zu Weihnachten. Das Theater der Jugend bringt ihn auf die Bühne.

"Der kleine Lord" gehört in der Verfilmung aus 1980 mit Alec Guiness zur Vorweihnachtszeit wie Punsch und Christkindlmarkt. Folgerichtig bringt nun das Theater der Jugend Frances Hodgson Burnetts gleichnamigen Kinderbuchklassiker aus 1886 auf die Bühne. Regisseur Gerald Maria Bauer transferiert die märchenhafte Fin-de-siècle-Geschichte... weiter




- © Karim KhawatmiInterview

Interview

Musical-Star Drew Sarich an der Volksoper30

  • Der Sänger im Gespräch über eine ungewohnte Rolle, über Proben mit Popstars und Boxen mit Wladimir Klitschko.

Jesus, Rocky, Vampirgraf: Der Musical-Sänger Drew Sarich (43) ist auf funkensprühende Figuren eingestellt. An der Volksoper betritt er Neuland und spielt ab Sonntag in Leonard Bernsteins "Wonderful Town" einen verkopften Journalisten. Der US-Amerikaner, der mit seiner Familie in Wien lebt, über das seltsame Vorbild für die neue Partie... weiter




Bierseligkeit. - © Alex Gotter

Theaterkritik

"Zum wilden Mann" im Werk X-Petersplatz20

  • Raufbrüder

Sechs Akteure, die Gesichter schwarz-weiß geschminkt, als würden sie in einem expressionistischen Film der 1930er Jahre mitwirken, stehen an der Bühnenrampe und brüllen irgendetwas Haarsträubendes über Werte, Heimat, Ehre und Vaterland. Wie eine Maschinengewehrsalve kommt der Redeschwall über die Rampe... weiter




Mehr St. Pauli als Prater: (v. l.) Tim Breyvogel, Wiltrud Schreiner. - © Alexi Pelekanos

Theaterkritik

"Liliom" von Franz Molnár im Landestheater St. Pölten6

  • "Liliom" von Franz Molnár im Landestheater St. Pölten: entkernte Rummelplatzseligkeit.

"Liliom", eine Koproduktion des NÖ Landestheaters mit dem Stadttheater Bozen, verkümmert in ideologisch gebundenen Regiehänden. Keine Gnade gönnt Rudolf Frey dem Frauen-den-Kopf-Verdreher und Lebensversager "Liliom": Er staffiert ihn zur schrägen Disco-Figur aus, eher St. Pauli als Prater. Dazu Tim Breyvogels kalter, toter Blick... weiter




zurück zu Kultur


Beliebte Inhalte

Meistgelesen
  1. Öl-Geld für das Silicon Valley
  2. rätsel
  3. Krisengebiet Mann
  4. Flüchtiger Zauber
  5. "Wir sind alle noch ziemlich barbarisch"
Meistkommentiert
  1. "Selbstbewusst einen lauten Schas lassen"
  2. Menasse bekommt trotz Kritik Zuckmayer-Medaille
  3. Roman unter Wahrheitspflicht
  4. "Kammermusik ist fast wie Urlaub"
  5. Led Zeppelin: Als das Luftschiff fliegen lernte

Werbung



Der Deutsche gab am Pult im Goldenen Saal des Musikvereins den Kapellmeister Deluxe.

Förderpreisgewinner Christoph Fritz mit Moderatorin Verena Scheitz und "vormagazin"-Chefredakteur Christoph Langecker. Peter Handke bei der Verleihung des 19. Wiener Theaterpreises "Nestroy" im Theater an der Wien. Hier mit dem Preis für sein Lebenswerk.

Neo-Viennale-Chefin Eva Sangiorgi (links) mit der Regisseurin des Eröffnungsfilms Alice Rohrwacher Sozialdemokratische Kundgebung für das Frauenwahlrecht, Wien-Ottakring, 1913