Filmpreis

Saarbrücken ist melancholisch2

  • Der Max-Ophüls-Preis geht an den deutschen Film "Das melancholische Mädchen". Auch Österreichs Beiträge wurden ausgezeichnet

Ist es Essay oder Drama, Komödie oder Pamphlet, was die 1985 geborene Susanne Heinrich da mit ihrem Erstlingsfilm "Das melancholische Mädchen" vorgelegt hat? Jedenfalls ist es die formal mit Abstand herausstechendste Arbeit beim 40. Max-Ophüls-Preis-Festival in Saarbrücken, wo alljährlich junge Filmemacher-Talente aus dem gesamten deutschen... weiter




Tragische Spielfilm-Bilder: Frauen aus Nigeria arbeiten am Wiener Straßenstrich, um ihre Familien daheim zu unterstützen. - © Filmladen

Interview

"Wir sind alle noch ziemlich barbarisch"15

  • Nigerianische Frauen auf Wiens Straßenstrich - davon handelt Sudabeh Mortezais Spielfilm "Joy".

Wenn Sudabeh Mortezai über soziale Ränder erzählt, dann sind es meist die Ärmsten der Armen und auch die Perspektivlosen, die sie ins Zentrum rückt; besonders ist daran, dass Mortezai diese Menschen inmitten prosperierender Gesellschaften vorfindet, in denen sie ein Schattendasein fristen. So war das in ihrem Spielfilmdebüt "Macondo" über die... weiter




Hat das Karrieretief hinter sich: Regisseur M. Night Shyamalan. - © Jessica Kourkounis/Everett Collection/picturedesk.com

Kino-Comeback

Der Twist in einer toten Karriere1

  • Trotz früher Erfolge war US-Regisseur M. Night Shyamalan nach einer Reihe von Flops lange als Filmemacher verschrien. Erst mit der "Easttrail 117"-Trilogie und der Rückkehr zu seinen Horror-Wurzeln konnte er ein Karriere-Aus vermeiden.

Er hätte der nächste Steven Spielberg werden können. Ein Wunderkind im Regiesessel. So klangen die Stimmen rund um die Jahrtausendwende, wenn es um den indischstämmigen US-Regisseur M. Night Shyamalan ging. Der Filmemacher, der seine Karriere in jungen Jahren mit einer Super-8-Kamera gestartet hatte und einen Abschluss der renommierten New York... weiter




Über Kevin Hart kursierten schwulenfeindliche Tweets und Witze im Netz. - © APAweb/Reuters, Mario Anzuoni

Hollywood

91. Oscars suchen einen Gastgeber

  • Nach dem Rückzug von Kevin Hart rätselt die Branche über mögliche Nachfolger.

Hollywood. Sandra Bullock wird es wohl nicht tun. Es sei ein "undankbarer Job" als Gastgeber der Oscars auf der Bühne zu stehen, erklärte sie vergangenen Monat in der "Today Show". Da kochte gerade die Kontroverse um Kevin Hart hoch, der eigentlich als "Host" vorgesehen war. Der schwarze Comedian machte schnell einen Rückzieher... weiter




Nadine Labaki zeigt die Armut ihrer Heimat. - © Katharina Sartena

Filmkritik

Der Armut in die Augen schauen2

  • Nadine Labaki hat mit "Capernaum - Stadt der Hoffnung" einen aufwühlenden Film über die Armut im Libanon gedreht.

Als "Capernaum - Stadt der Hoffnung" (ab Freitag in den Kinos) der libanesischen Regisseurin Nadine Labaki das erste Mal im Mai 2018 beim Filmfestival von Cannes gelaufen ist, war klar: Hier wurde ein großer Film vom Stapel gelassen. Im offiziellen Screening gab es fast zehn Minuten stehende Ovationen, auch beim Pressescreening war der Jubel groß... weiter




"Roma" wurde bei den Critics' Choice Awards in der Nacht auf Montag in Los Angeles unter anderem als bester Film und bester nicht-englischsprachiger Film geehrt, sowie Cuaron für die beste Regie. - © APAweb/REUTERS, Mike Blake

Critics' Choice Awards

"Roma" dominiert US-Kritikerpreise1

  • Das mexikanische Filmdrama von Regisseur Cuaron räumte vier Auszeichnungen ab.

Los Angeles. Das mexikanische Filmdrama "Roma" von Regisseur Alfonso Cuaron hat bei den US-Kritikerpreisen gleich vier Auszeichnungen abgeräumt. "Roma" wurde bei den Critics' Choice Awards in der Nacht auf Montag in Los Angeles unter anderem als bester Film und bester nicht-englischsprachiger Film geehrt, sowie Cuaron für die beste Regie... weiter




Wim Wenders hat von Malern das Fotografieren und Filmemachen gelernt. - © apa/Hans Klaus TechtInterview

Fotografie

"Das Erzählen wird niemals sterben"9

  • Wim Wenders über die Bedeutung der Fremde in seiner Arbeit und warum man heute mehr Zeit für Filme braucht.

Wien. Wim Wenders hat neben seiner Weltkarriere als Filmregisseur auch noch eine zweite Leidenschaft: das Fotografieren. Das Filmarchiv Austria widmet Wenders daher im Metrokino eine umfassende Werkschau mitsamt einer Ausstellung früher Fotografien des Künstlers aus den 60er bis 80er Jahren. Die "Wiener Zeitung" traf Wenders zum Gespräch... weiter




"Amarcord" (1973) lässt die Jugenderinnerungen Fellinis Revue passieren. - © Österreichisches Filmmuseum

Federico Fellini

Sie schöpften aus sich selbst1

  • Das Österreichische Filmmuseum zeigt Filme von Federico Fellini und Ermanno Olmi.

"Alle Kunst ist autobiografisch", sagte Federico Fellini (1920-1993) einmal. "Die Perle ist die Autobiografie der Auster." Um Sprachbilder wie diese war der italienische Regisseur nie verlegen, und auch nie um eine möglichst phantastisch bebilderte Ausgestaltung seiner Filme, die vor Bildgewalt nur so strotzten... weiter




Stolz auf "Freddie": Die Queen-Bandmitglieder Brian May (links) und Roger Taylor (rechts) gratulieren dem "besten Schauspieler" Rami Malek, der in "Bohemian Rhapsody" Freddie Mercury spielte. - © afp

Hollywood

Die Golden Globes bringen ein bisschen was für jeden4

  • Die Preise wurden auf etliche hochkarätige Filme aufgeteilt. Klare Sieger gibt es nicht.

Hollywood. Eigentlich waren Lady Gaga und Bradley Cooper ja als aussichtsreichstes Siegerpaar zu den Golden Globes gekommen, und wenn man den Buchmachern geglaubt hätte, hätte man bei der 76. Verleihung der Golden Globes ganz schön viel Geld verloren, hätte man auf den Favoriten gesetzt. Mit fünf Nominierungen war "A Star Is Born" von Regie-Neuling... weiter




Die Welt 2050

Als das Buch brannte15

  • Die Zukunft war früher auch schon einmal besser: 2050 als Dystopie.

Es war eine finstere Dystopie, die Ray Bradbury 1953 zwischen die beiden Buchdeckel seines Romans "Fahrenheit 451" klemmte. Die Handlung spielt 2050 in einem Staat, in dem als schwerer Verbrecher gilt, wer Bücher besitzt. Die Feuerwehr ist für die Büchervernichtung zuständig, aber der Feuerwehrmann Montag bewahrt illegal etliche Bücher bei sich zu... weiter




Elle Fanning, gerade 20 Jahre alt, ist schon auf dem Weg zum Superstar. - © Katharina Sartena

Elle Fanning

Elle Fanning ist zum Star geboren3

  • Der gefragte Nachwuchsstar Hollywoods, spielt in "Mary Shelley" die Schöpferin Frankensteins.

Im Spätsommer 2010 nimmt ein 12-jähriges Mädchen am Interviewtisch in einem Garten am Lido von Venedig Platz und sagt: "Ich wollte immer schon vor der Kamera stehen, denn für mich gab es nie etwas Faszinierenderes als die Welt der Schauspieler." Kindliches Gebrabbel? Mitnichten. Elle Fanning hieß die junge Dame... weiter




"Dumbo" kommt unter Tim Burtons Regie ab April ins Kino. - © Disney

Disney

Disney im Blut5

  • Der Filmkonzern legt die eigenen Schätze der Reihe nach neu auf. Doch richtige Remakes sollen sie nicht sein.

Was tut man, wenn man der Erfinder und Rechteinhaber von Kino-Ikonen wie Schneewittchen, Dumbo, The Lion King, Susi & Strolchi, Mary Poppins oder dem Dschungelbuch ist? Man wird reich. Sehr reich. Kauft dann mit dem ganzen Geld noch weitere Franchises auf, etwa "Star Wars" oder den ganzen Marvel-Verlag, um dadurch noch reicher zu werden. Und dann... weiter




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Joy

"Madame" ist gnadenlos

Die Prostituierte Joy (Joy Alphonsus) steht schon länger aufs Wiens Straßenstrich. Sie wurde aus Nigeria nach Österreich gebracht, ihre Zuhälterin... weiter




Fahrenheit 11/9

Gegenwind für Donald Trump

Trumps Amerika zwischen Coca Cola und Waffenverliebtheit: Michael Moore untersucht in "Fahrenheit 11/9" diese Befindlichkeit. - © Polyfilm Nach dem Abgang von George W. Bush sind dem dokumentarischen Polemiker Michael Moore beinahe die Themen für seine provokanten Filme ausgegangen; nach... weiter




Neu im Kino

Neue Filme in Kürze

Besondere Frau (fan) Ein Jahr nach dem Tod der humanitär engagierten Ute Bock kommt die dritte Doku ihres Ex-Schwagers Allahyari ins Kino... weiter





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Kommentar

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Facebook hat einen neuen Trend, der auf den ersten Blick harmlos daherkommt. Bei der "#10yrChallenge" sollen zwei Fotos gepostet werden... weiter





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Förderpreisgewinner Christoph Fritz mit Moderatorin Verena Scheitz und "vormagazin"-Chefredakteur Christoph Langecker. Peter Handke bei der Verleihung des 19. Wiener Theaterpreises "Nestroy" im Theater an der Wien. Hier mit dem Preis für sein Lebenswerk.

Neo-Viennale-Chefin Eva Sangiorgi (links) mit der Regisseurin des Eröffnungsfilms Alice Rohrwacher Sozialdemokratische Kundgebung für das Frauenwahlrecht, Wien-Ottakring, 1913

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