Wieso drehten Sie den Film im klassischen Academy-Format, das dem alten TV-Format 4:3 nahekommt?

Es ist das Urformat des Kinos. Aus diesem Academy-Format hat sich das klassische Hollywoodkino entwickelt. Ich habe das nicht gewählt, weil es nun wieder in Mode zu kommen scheint, sondern für mich hatte das Format eine Logik. Angelo hat einerseits den Eindruck erweckt, er wäre jederzeit frei zu gehen, aber letztlich ist es eine Figur mit sehr limitierten Freiheiten. Mit Kameramann Gerald Kerkletz, der auch "Michael" gemacht hat, haben wir sehr schnell gesehen, dass wir dieser Figur links und rechts nicht noch sehr viel Raum geben wollen. Aber das Format hatte auch ökonomische Gründe: Dieser Film kostete viel Geld und wir hatten so wenig davon, dass die Sets, die wir gebaut hatten, genau da aufhörten, wo auch der Bildausschnitt aufhörte. Hätten wir diesen Film im Breitwandformat gedreht, hätten wir ihn uns nie leisten können (lacht).