Es sind große Erwartungen, die in Romain (Pierre Niney) schon von Kindesbeinen an gestellt werden. Ein Schriftsteller soll er werden, Diplomat, Botschafter von Frankreich. Seine exzentrische, aber liebevolle Mutter Nina (Charlotte Gainsbourg) sieht in ihm ein Wunderkind. Romain leidet zwar unter dem Druck, liebt seine Mutter aber zu sehr, um nicht zu versuchen, jeden einzelnen ihrer Wünsche zu erfüllen.

Basierend auf den Memoiren des berühmten französischen Schriftstellers, Regisseurs und Diplomaten Romain Gary spannt Regisseur Barbier ein jahrzehntelanges Band der Liebe zwischen einem Sohn und seiner Mutter. Angefangen in den jungen Jahren in Polen, über die Zeit in Nizza bis zu den Einsätzen als Pilot während des Zweiten Weltkriegs, ist der Film ein bewegender Kampf Romains, all die Ziele zu erreichen, die seine Mutter sich für ihn erhofft und die bereits so sehr Teil seiner eigenen DNA geworden sind.

Gary hatte mit seinem Buch eine wunderbare Hommage an seine Mutter geschaffen. Der Film transferiert diese Emotionen erfolgreich auf die große Leinwand. Auch die Optik überzeugt. Hauptdarsteller Niney darf sich durch eine ganze Reihe an imposanten Schauplätzen bewegen. Vor allem die subjektiven Kameraeinstellungen in den Kampfflugzeugszenen wirken ungewöhnlich und klaustrophobisch. Der Film funktioniert somit nicht nur als die Rekonstruktion eines außergewöhnlichen Lebens, sondern auch als beeindruckendes Zeitdokument.