Wien. Mehr als 2200 Personen haben sich bereits dem von der IG Filmkultur initiierten Offenen Brief an Kulturminister Gernot Blümel angeschlossen, in dem die Besetzung des Beirats zur Förderung des Innovativen Films kritisiert wird. Im Ministerium weist man die Kritik zurück.

"Durch die jüngst erfolgte Neubestellung der Beiratsmitglieder der Abteilung II/3 - Film des BKA sehen wir die Ausgewogenheit und die Qualität der Entscheidungen derzeit nicht gewährleistet", heißt es in dem Offenen Brief, der etwa von der Akademie der bildenden Künste Wien, dem Dachverband der Österreichischen Filmschaffenden, dem Österreichisches Filmmuseum sowie zahlreichen Produktionsfirmen von Amour Fou bis Witcraft unterstützt wird. "Mit Oliver Auspitz und Alexander Glehr sind zwei Produzenten in den Beirat berufen worden, die auf die Produktion von TV-Filmen beziehungsweise großen Kinofilmen spezialisiert sind, aber keine fachliche Beziehung zum innovativen Film haben. Hannes Fretzer ist Schauspieler in TV-Produktionen und hat als Regisseur nicht die für diese Beiratstätigkeit notwendige Erfahrung vorzuweisen", so die Kritiker.

Aus dem Ministerium heißt es dazu: "Die sehr offensiv gegen die neu bestellten Beiräte geäußerte Kritik ist aus unserer Sicht absolut unverständlich und nicht nachvollziehbar. Es handelt sich um erfahrene, qualifizierte und engagierte Persönlichkeiten, die dies auch nicht verdient haben." Ebenso wird festgehalten, dass keine Beiräte abberufen wurden, sondern das Mandat abgelaufen war. Der Filmbeirat setzt sich aus Barbara Kaufmann, Dariusz Kowalski, Oliver Auspitz, Hannes Fretzer und Alexander Glehr zusammen.