Hedy Lamarr machte in Hollywood Karriere - als Schauspielerin und als Erfinderin einer Funkfernsteuerung für Torpedos. - © APAweb/AFP
Hedy Lamarr machte in Hollywood Karriere - als Schauspielerin und als Erfinderin einer Funkfernsteuerung für Torpedos. - © APAweb/AFP

Venedig/Wien. Diese Szene hat Filmgeschichte geschrieben: Die zeigt in Nahaufnahme das Gesicht einer Frau in in höchster sexueller Erregung - und die Frau ist obendrein nackt. Der Film "Ekstase" war der Skandal-Erfolg des Jahres 1932 und machte die Hauptdarstellerin Hedy Kiesler dermaßen bekannt, dass sie nach Hollywood gehen und dort ihre Karriere unter dem Namen Hedy Lamarr fortsetzen konnte.

Der restaurierte Film "Ekstase" wird nun am 27. August am Abend vor der Eröffnung der 76. Filmfestspiele in Venedig gezeigt. Der damalige österreichisch-tschechoslowakische Film von Regisseur Gustav Machaty wurde von dem Prager Filmarchiv "Narodni Filmovy archiv" mit Beitrag des Filmarchivs Austria restauriert.

Originalgetreue Version

Ziel der Restaurierung war, eine originalgetreue Version des Films in tschechischer Sprache zu garantieren, wie jene, die bei den Filmfestspielen 1934 vorgestellt worden war, hieß es in einer Presseaussendung der Biennale, die die Filmfestspiele vom 28. August bis zum 7. September organisiert. Es sind keine Kopien des Films auf Tschechisch erhalten geblieben. "Ekstase" ist der letzte Film, den Machaty in seiner Heimat vor der Emigration gedreht hatte, die ihn nach Österreich, Italien, Deutschland und USA führen sollte.

Obwohl der Film von einer tschechoslowakischen Produktionsgesellschaft hergestellt wurde, wurden die in Prag aufgenommenen Tonfilmszenen in deutscher Sprache aufgenommen. Die Stummfilmsequenzen des Films wurden im Wiener Schönbrunn-Atelier gedreht. (apa)