Ganz ehrlich: es war ja schon das Musical ein bisschen seltsam. Aber da hat man noch darüber hinweggesehen, dass hier Menschen in hautengen Overalls ihren falschen Pelz lecken und - eher untypisch für Katzen - Ballettfiguren machen. Nun wurde der Trailer für die Verfilmung des Erfolgsmusicals von Andrew Lloyd Webber, die zu Weihnachten in die Kinos kommt, veröffentlicht. Und er ist nicht weniger als bizarr: Der Film ist hochkarätigst besetzt, mit Stars wie Judi Dench, Idris Elba, Ian McKellen und Popstar Taylor Swift. Sie sehen viel zu nackt aus, ihre Katzengesichter sind gruslig, und dass sie zwar felidengroß sind, aber Menschengesichter haben, macht die Gänsehaut perfekt. Sie alle hüpfen, räkeln und plumpsen durch diesen Trailer und verstören das Netz. Auf Twitter versammelt sich bereits eine Selbsthilfegruppe, die ihre Traumatisierung mit anderen Usern teilt. Etwa so: "Judi Dench als Katze ist nicht echt, sie ist nicht echt, sie kann dir nicht wehtun, sie ist nicht echt!" Jemand ist erleichtert, dass Grumpy Cat das nicht mehr erleben musste. 

"Cats" war als Musical ein Riesenerfolg, ein "Blockbuster Megamusical" -  man brachte es allein in Wien auf immerhin über 2000 Vorstellungen in sieben Jahren ohne Unterbrechung. "Cats" war über Jahre hinweg das längstgespielte Musical am Broadway, bis es von "Das Phantom der Oper" (auch von Andrew Lloyd Webber) abgelöst wurde. Weltweit wurden die tanzenden Katzen im knallengen Body mit Schwanz dran von 73 Millionen Menschen in 30 Ländern gesehen. Nun sollen wieder ein paar in Wien dazukommen, denn ab 20. September wird "Cats" - 36 Jahre nach dem ersten Schnurren - im Ronacher zu sehen sein.

Es wird wahrscheinlich nicht annähernd so befremdlich sein wie der dazugehörige Film. Aber der Trailer lässt erahnen: hier kündigt sich ein Kulthit an. Für das Kuriositätenkabinett.