Er ist einer der größten Filmemacher, die Spanien je hervorgebracht hat: Pedro Almodovar, der am 25. September seinen 70. Geburtstag feiert, wurde in Venedig am Donnerstag mit dem Goldenen Ehrenlöwen für sein Lebenswerk geehrt. Sichtlich gerührt nahm Almodovar die Auszeichung entgegen: "Es ist mir eine große Ehre", sagte er bei der Verleihung. "Dieser Löwe wird mein Haustier, genauso wie die zwei Katzen, mit denen ich zusammenlebe".

Almodovar hat bereits zwei Oscars gewonnen, im Jahr 2000 für die Tragikomödie "Alles über meine Mutter" als bester nicht-englischsprachiger Film und 2003 für das beste Original-Drehbuch zum Drama "Sprich mit ihr". Zu seinen gefeierten Werken gehört auch "Frauen am Rande des Nervenzusammenbruchs" (1988). Vor einigen Wochen ist außerdem sein neuester Film "Leid und Herrlichkeit" mit Antonio Banderas in den Kinos angelaufen, in dem er auch über die eigene Karriere reflektierte: "Es geht darin zwar um mich, aber vieles ist fiktional. Dennoch sind ungefähr 20 Prozent von dem, was man sieht, wirklich passiert", so Almodovar. "Es ist ein Film, den ich einfach machen musste".

"Pedro Almodovar ist ein Filmemacher, der uns die facettenreichsten, kontroversesten und provokativsten Porträts aus dem post-Franco Spanien gegeben hat", sagte Festivalchef Alberto Barbera über seine Wahl für den Preisträger.

Almodovars Karriere begann vor 31 Jahren in Venedig, was den Ort als Vergabe eines Lebenswerkpreises umso passender macht. Hier zeigte er damals seinen Film "Das Gesetzt der Begierde". Ein Film, den der damalige Präsident der Jury, Sergio Leone, mochte, der aber nicht gewann. Jetzt der Löwe zur Karriere. "Ein wichtiger Preis", betont Almodovar, "Venedig ist der Ort, an dem ich als Regisseur angefangen habe, und für mich ist es eine ganz besondere Emotion. Zeit wird zu einem wichtigen Faktor, wenn Sie in einem bestimmten Alter sind, und ich möchte der Zeit danken, weil sie gezeigt hat, dass ich recht hatte".