Steirisch-nigerianischer Autohandel. - © Filmgarten
Steirisch-nigerianischer Autohandel. - © Filmgarten

Ein aufgelassenes Industriegelände in der Nähe einer uralten Erzmine in den steirischen Alpen: Hier hat, als Autodidakt, ein Mechaniker aus Nigeria einen Handel mit Gebrauchtwagen und Ersatzteilen für Autos aufgezogen - die Fahrzeuge werden zwischen Österreich und Nigeria gehandelt. In seiner kleinen Halle an der Schnellstraße bereitet er die Autos auf, hier ist alles sehr ruhig und still, gelassen und überschaubar, die großen Themen der Autoindustrie - von der Umweltbelastung bis zu manipulierten Abgaswerten - spielen nur eine untergeordnete Rolle im Tagwerk des Protagonisten.

Große Schlichtheit

Und doch durchdringt diesen Film von Sebastian Brameshuber auch eine Aura aus Vergangenem und Zukünftigem, es geht um den Mythos von den ewig vorhandenen Ressourcen, um die immerwährende Funktionalität des Marktes und um den Stellenwert der Mythen in unserer materiellen Welt. Ein Dokumentarfilm von unglaublicher Schlichtheit, in dem der Regisseur eine ganze Welt über die Menschlichkeit erklärt.(greu)