"Natürlich können ein einzelner Film, ein einzelner Autor oder Regisseur, so engagiert sie auch auftreten mögen, keinen Wandel der bestehenden Verhältnisse bewirken. Aber es ist ein wenig so wie mit dem Tropfen, der den Stein höhlt: Je öfter das Publikum auf soziale Missstände hingewiesen wird, desto größer ist die Chance, dass eines Tages die Gerechtigkeit den Sieg davonträgt. Das Kino, nach wie vor eines der populärsten Medien, kann also durchaus seinen kleinen Teil zu einer besseren Welt beitragen, und zwar nicht nur in Form von aufrüttelnden Dokumentationen, sondern auch durch explizit politische Spielfilme." (Im Vorwort des Viennale-Katalogs 2011)

"Nehmen Sie eine berührende Geschichte, ein gutes Drehbuch und einen leidenschaftlichen Regisseur. Dann braucht man auch noch einen bekannten Hauptdarsteller und eine große Portion Glück!" (2008)

"Ich habe später immer ja gesagt, wenn jemand eine neue Herausforderung an mich herangetragen hat. Aber ich hatte auch das Glück, immer zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu sein. Ja, ich hatte einfach unglaublich viel Glück, auch wenn das niemand hören oder glauben will." (2008)

"Ich habe immer alle Drehbücher bis zu Ende gelesen. Eine schlechte Angewohnheit von mir, meint meine Frau. Die vielen schlechten Drehbücher, die im Lauf der Jahre darunter waren, hätten mir viel von meiner Lebenszeit gestohlen, sagt sie. Aber ich denke mir, jemand, der sich hinsetzt, um eine Geschichte niederzuschreiben, dem zolle ich den Respekt, dass ich mich hinsetze, um sie zu lesen."

"Ich habe es nicht gewagt, den Mund aufzumachen, bis zu dem Tag, an dem ein Lehrer im Unterricht fragte, ob jemand wisse, was Gorgonzola sei. Einen solchen Käse kannte man in Amerika nicht. Ich hab lange mit mir gekämpft, dann bin ich aufgestanden, rot geworden und habe gesagt: 'Cheese!' Dieses 'Cheese' war mein Durchbruch." (Über seine Probleme mit der Sprache nach der Emigration in die USA)

"Mich hat immer 'the human condition' interessiert. Der Mensch und die Verhältnisse, in denen er lebt und gegen die er manchmal ankämpfen muss. Mich interessieren nicht diese Hollywood-Helden, die über sich selbst hinauswachsen, sondern ihre Krisen und Kämpfe, auch mit sich selbst."

"Wenn ich heute nach Wien komme, treffe ich Freunde und Menschen, die sich darüber freuen, dass ich in dieser Stadt wieder einen Platz habe. In diesem Sinne bin ich zurückgekehrt." (2009)

"Ich bin enttäuscht, dass nicht genügend Wiener zu schätzen wissen, wie großartig diese Stadt geführt wird und wie gut es ihnen geht. Sollte es eine Protestwahl gewesen sein, weiß ich nicht, wogegen dieser Protest war." (Bei seiner Viennale-Eröffnungsrede 2010)

"Schau 'n Sie, wenn man einmal entwurzelt ist und neue Wurzeln schlägt, die reißt man nicht wieder aus." (Darüber, warum gebürtige Österreicher wie er oder Billy Wilder nie nach Österreich zurückgekehrt sind, 2002)

"Gott sei Dank lebe ich nicht in der Vergangenheit. Hätte es die Bemühungen von Gabi Flossmann (ORF-Kulturredakteurin, Anm.) Mitte der 70er nicht gegeben, wäre ich nie wieder nach Wien gekommen - allenfalls zum Zentralfriedhof, auf dem meine Eltern und mein Bruder liegen. Ich hatte hier niemanden mehr - alle waren tot. Aber Gabi hat mir erklärt, worauf ich auch von selbst hätte kommen müssen: Dass es eine neue Generation in Wien gibt, die ich nicht in Sippenhaft nehmen kann. Manchmal tun mir die Leute leid, deren Vorfahren diese Verbrechen begangen haben. So habe ich mittlerweile viele gute Freunde gefunden in Wien." (2015)

"Für ein Filmfestival ist es einfach wichtig, sein Publikum zu kennen. Und da hoffe ich, dass es nicht eines Tages notwendig sein wird, diese Scheiße auch zu einem Filmfestival zu bringen! Dann ist das Zeug auch noch so furchtbar teuer! Meine beiden letzten Filme - "Das Schweigen der Lämmer" und "Der mit dem Wolf tanzt" - haben beide unter 20 Millionen Dollar gekostet. Das kostet heutzutage der Vorspann." (Über das Blockbusterkino 2015)