Der junge Fahim (Ahmed Assad) und sein Vater Nura (Mizanur Rahaman) sind gezwungen, aus ihrer Heimat Bangladesch zu fliehen und den Rest ihrer Familie zurückzulassen, um nach Paris zu gehen. Doch das ersehnte Asyl ist gespickt mit einem wahren Hindernisparcours - und der Weg da durch birgt Gefahren: Beide könnten jederzeit abgeschoben werden. Doch dann wendet sich das Blatt: Dank seiner famosen Schach-Begabung lernt Fahim den Schachtrainer Sylvain (Gérard Depardieu) kennen, mit dem sich zunächst eine schwierige Beziehung entwickelt, die schließlich aber in Freundschaft mündet. Und natürlich in einen Turnier-Antritt für Fahim. Der muss nämlich seinen inzwischen in die Illegalität abgerutschten Vater davor bewahren, aus Frankreich ausgewiesen zu werden, und dafür gibt es nur eine einzige Möglichkeit: Das Turnier muss er als Sieger verlassen.

Gut besetztes Sozialdrama

Dank einer gelungenen Besetzung entpuppt sich "Das Wunder von Marseille" als engagiertes Sozialdrama vor dem Hintergrund der Flüchtlingsproblematik in Frankreich. Basierend auf "Spiel um dein Leben, Fahim!" von Fahim Mohammad und Xavier Parmentier lässt Regisseur Pierre François Martin-Laval es sich aber auch nicht nehmen, ein paar kinogerechte, fast schon märchenhafte Wendungen einzubauen. Altstar Depardieu ist gut wie immer, trotz seiner Gewichtigkeit stehen aber auch die unbekannten anderen Darsteller nicht in seinem Schatten.