Neuerdings muss vor "Star Wars" sogar gewarnt werden: Die Walt Disney Company, die seit 2012 die Rechte an der Film-Franchise hält, gab zu bedenken, dass es im neuen Film "Star Wars - Episode 9: Der Aufstieg Skywalkers" etliche Szenen gäbe, die Auswirkungen auf Menschen haben könnten, die an photosensitiver Epilepsie oder anderen Formen von Lichtempfindlichkeit leiden. Dies beträfe vor allem längere Sequenzen mit flackernden Lichtern. Welche, wollte Disney allerdings nicht verraten.

Flackern tut es in Episode 9 jedenfalls genug, das zeigt schon der Trailer, und auch das mit der Geheimhaltung ist bei Disney Programm: Niemand soll wirklich wissen, wie der Plot der abschließenden Sternenkrieger-Folge aussieht, schließlich hassen "Star Wars"-Fans nichts mehr, als Inhalte vorab verraten zu bekommen.

Was bekannt ist, ist die ungebrochene Erfolgsgeschichte der neunteiligen Reihe: Alle acht bisherigen "Star Wars"-Filme, plus die inzwischen zwei Spin-offs, spielten zusammen 9,25 Milliarden Dollar allein an der Kinokasse ein, der letzte Film "The Last Jedi" brachte es allein auf 1,32 Milliarden. Mit fast 2,1 Milliarden war "Episode 7: The Force Awakens" (2015) die erfolgreichste "Star Wars"-Folge aller Zeiten - was vor allem daran lag, dass sie die erste der neuen Trilogie war, die Disney schon kurz nach der Übernahme der Franchise von Lucasfilm zu produzieren begann. Jeder wollte sehen, wie das Abenteuer weitergeht, nachdem Lucas es 1977 mit Episode 4 begonnen hatte und in den frühen 2000ern die ersten drei Episoden quasi als (eher schwachen) Prolog nachreichte. Doch diesmal war es eine völlige Neuerzählung, etwas, dass das "Star Wars"-Universum nachhaltig prägen sollte - und für manche Fans und Kritiker auch Unmut bedeutete. Schließlich versuchte sich ausgerechnet der Micky-Maus-Konzern an einer Kult-Saga und trieb sie mit eiligem Tempo voran, was nicht jedem Fan schmeckte.

Von Ausschlachtung der Saga war die Rede, und auch davon, dass die neuen Geschichten mit den Originalen aus den 1970ern nicht mithalten konnten. Die insgesamt 4,05 Milliarden Dollar, die Disney an George Lucas für die Rechte an "Star Wars" zahlte, haben sich jedenfalls ausgezahlt, denn mit den bisherigen zwei Episoden 7 und 8 sowie mit den Spin-offs "Rogue One" und "Solo" kamen rund 4,8 Milliarden Dollar wieder retour. Allein das ist ein profitables Investment mit - bitteschön - 20 Prozent Rendite, und da sind noch keine Homevideo-, Streaming- oder Merchandising-Umsätze eingerechnet.