Mind the Gap. Regisseur Robert Schabus hat sich für seinen Dokumentarfilm "Mind the Gap" auf eine Reise durch Europa begeben, um der Krise der Demokratien auf den Grund zu gehen. Er möchte die Schattenseiten des freien Waren- und Dienstleistungsverkehrs aufzeigen und der Frage nachspüren, warum eine wachsende Zahl von Menschen die Hoffnung auf eine bessere Zukunft und das Vertrauen in die Politik verloren hat.

Vom Gießen des Zitronenbaums. Elia, ein Künstler, verlässt Palästina, weil sich seine Nachbarn wieder einmal an seinem Zitronenbaum bedient haben und auch, um Produzenten für sein geplantes Filmprojekt zu finden. Doch auch im Ausland erinnert ihn vieles an die Heimat. Egal, ob in Paris oder New York: Es sind kleine Situationen, Begegnungen mit anderen Menschen, die ihm verdeutlichen, dass er Palästina nicht wirklich hinter sich lassen kann. Regisseur und Hauptdarsteller Elia Suleiman verweist in seiner stummen Performance à la Buster Keaton mit absurdem Humor auf die problematische Lage in Palästina und zeigt komische Alltagsgeschichten auf, die überall auf der Welt vorkommen. Suleimans Film wurde in Cannes mit einer lobenden Erwähnung der Jury geehrt.

Ghost Town Anthologie. In der 215-Seelengemeide Irénéé-les-Neiges in Quebec kommt der junge Simon bei einem Autounfall ums Leben. Ein Vorfall, über den nicht gerne gesprochen wird und der unheimliche Ereignisse mit sich bringt. Von einigen Einwohnern werden Gestalten gesehen, die sich durch das Dorf bewegen oder einfach nur still herumstehen. Der tote Simon erscheint erst seiner Mutter, dann auch seinem Vater. Bald wird bekannt, dass sich dieses Phänomen auf das ganze Land verbreitet hat . . . Denis Côtés "Ghost Town Anthology" erzählt in sperriger Weise auf 16mm-Film eine moderne Geistergeschichte, die sich auch der Problematik der aufgrund der Landflucht aussterbenden ländlichen Gegenden widmet.