Die Jüngsten sind sie nicht mehr, aber böse Buben sind sie allemal noch immer. "Bad Boys For Life" ist nun der dritte Teil der Actionkomödie, die vor 25 Jahren ihren Anfang fand. Die Polizisten Mike Lowrey (Will Smith) und sein Partner Marcus Burnett (Martin Lawrence) sind nun schon in die Jahre gekommen: Der eine frönt seinem Leben als Draufgänger (Autowerbung nicht zu knapp), während der andere bereits Großvater geworden ist und seiner Pension entgegensieht. Erfrischend ist, dass diese beiden altern durften - im Gegensatz zu immerjungen Actionhelden - und dies auch noch mit "Setz dir deine Brille auf" in Schießereien oder "Mike, wir haben mehr Zeit hinter uns als vor uns" karikiert wird. Als Mike angeschossen wird und die Vergangenheit die beiden einholt, gibt es, neben Blödeleien, gelungene Kampfszenen und Verfolgungsjagden mit viel Blechschaden. Und der Bösewicht? Er ist richtig fies und attraktiv: Armando Armas (Jacob Scipio) metzelt seine Widersacher einfach nur so dahin.

Die belgischen Filmemacher Adil El Arbi und Bilall Fallah setzen auf die beiden Hauptdarsteller, deren Chemie heute noch immer funktioniert und die Trilogie zu dem macht, was sie so erfolgreich werden ließ: Neben jeder Menge Verfolgungsjagden, Schlägereien und Blut ist sie eine Buddy-Komödie um wahre Freundschaft. Dass es nur so vor Klischees wimmelt, kann man dank des Humors und der Überzeichnung einiger Charaktere und Szenen übersehen. Das Warten hat sich gelohnt.