Bei der 70. Berlinale von 20. Februar bis 1. März gehen 18 Filme aus aller Welt ins Rennen um die Preise, darunter neue Werke von Sally Potter, Abel Ferrara und Christian Petzold. Es ist die erste Berlinale des ehemaligen Festivalchefs von Locarno, Carlo Chatrian. Der Italiener ist als Cinephiler bekannt, der gerade bei der Filmauswahl gerne Rücksicht auf entlegenere Filmemacher nimmt und weniger dem Mainstream folgt.

So gehören zu Chatrians erster Filmauswahl Filme aus der Ukraine, Korea, Kambodscha oder  Argentinien, aber auch die neuen Arbeiten bekannterer Namen wie Hong Sangsoo, Kelly Reichardt oder Philippe Garrel sind im Programm vertreten. Die gesamte Liste der Wettbewerbsbeiträge finden Sie hier.

"Die Wettbewerbsfilme erzählen kleine oder weltbewegende, individuelle oder kollektive Geschichten, die Bestand haben und ihre Wirkung im Zusammenspiel mit dem Publikum entfalten. Wenn die eher dunklen Farben überwiegen, mag das daran liegen, dass die von uns ausgewählten Filme eher illusionslos auf die Gegenwart blicken – nicht, weil sie Schrecken verbreiten, sondern weil sie uns die Augen öffnen wollen. Das Vertrauen des Kinos in den Menschen, dieses leidende, geschundene, manipulative Wesen, ist ungebrochen – so ungebrochen, dass es ihn immer wieder als Protagonisten in den Blick nimmt", kommentierte Carlo Chatrian seine Auwahl.