Isabelle (Agnès Jaoui) muss einfach helfen, sie kann gar nicht anders: Sie arbeitet in gemeinnützigen Einrichtungen, hetzt von einem Bedürftigen zum nächsten, gibt einen Französischkurs in einem Sozialzentrum, bringt Gewand zur Kleiderspende und hilft in der Suppenküche. Dabei vergisst sie beinahe ihre Familie, die ihrem Helfersyndrom zuerst noch positiv gegenübersteht. So lange, bis Isabelles Einsatz von der neuen deutschen Kollegin Elke (Claire Sermonne) mit neuen Unterrichtsmethoden überboten wird. Eine Deutsche, die Französisch unterrichtet?

Nun setzt Isabelle alles daran, dass ihre Schützlinge nicht zu Elkes Kurs abwandern. Ihre Eifersucht treibt sie sogar zu einem waghalsigen sozialen Projekt: Eine kostenlose Fahrschule mit Prüfung für ihren bunten Haufen an Zuwanderern, denen sie zuvor Französisch beibringen sollte. Regisseur Gilles Legrand zeigt in dieser Tragikkomödie die Zwiespältigkeit von Isabelle auf, die einerseits in einer großen Altbauwohnung mit ihrem bosnischen Mann Ajdin (Tim Seyfi) und ihren beiden Kindern wohnt und andererseits den Kapitalismus ihrer betuchten Familie bekämpfen will. Immer wieder fällt Isabelle auf Klischees herein.

Agnès Jaoui spielt die umtriebige Wohltäterin mit überzeugendem komödiantischem Talent. Neben Isabelles persönlichen Problemen zeigt Regisseur Legrand auch die aktuelle politische Diskussion zur Zuwanderung inklusive aller gängigen Klischees.