Weil sich ein Leben als Barkeeper kaum mit Familie vereinbaren lässt, kommt Milo (Elyas M‘Barek) auf die Idee, gemeinsam mit seinem Freund und Kollegen Renzo (Frederick Lau) ein Lokal eröffnen zu wollen. Denn jeden Tag neben einer anderen Frau aufzuwachen, die nicht einmal seinen Namen kennt, ist nicht Milos Lebensziel. "Lass’ uns fucking seriös werden", stimmt ihm Renzo vorschnell zu.

Wiener Strizzi

Um die frisch geschmiedeten Pläne zu verwirklichen, brauchen die beiden jedoch Geld. Und eine Traumfrau. Diese trifft Milo unverhofft schnell in der seriösen Musikmanagerin Sunny (Palina Rojinski). Ihr erstes Date wird zu einer Verfolgungsjagd durch Berlin, denn Gangster wollen ihren schnöden Mammon zurück, nachdem Renzo eine Kokslieferung abhandengekommen ist.

Nun trifft Gangsterbande auf Gangsterbande, einer ihrer Drogenbosse: Nicholas Ofczarek als Wiener Strizzi in rotem Seidenschlafrock, Goldbrille und Riesenbauch. Er sticht aus der Schauspielriege heraus und lässt mithilfe von Details diese Nebenrolle unvergesslich in Erinnerung bleiben - und somit auch diesen Film "Nightlife" von Simon Verhoeven ("Männerherzen"). Ohne Ofczarek würde diese Komödie schnell im Meer der Belanglosigkeiten untergehen, denn das Drehbuch vermittelt eine laue Liebesgeschichte, die ebenso präsentiert wird. Ein typischer Film für verregnete Sonntagnachmittage.