Als bester Spielfilm wurde das Drama "Systemsprenger" mit dem Deutschen Filmpreis ausgezeichnet. Regisseurin Nora Fingscheidt erzählt darin von einem Mädchen, das zu Gewaltausbrüchen neigt und immer wieder durch das Jugendhilfesystem fällt. Mit zehn Nominierungen war der Film als einer der Favoriten ins Rennen gegangen - davon gewann er acht, wie die Deutsche Filmakademie in Berlin in der Nacht auf Samstag bekannt gab.

Zwei davon gingen an die Schauspieler: Die elfjährige Helena Zengel spielte die Hauptrolle und bekam für ihre Darstellung der kleinen Benni die Lola für die beste weibliche Hauptrolle. Albrecht Schuch erhielt die Lola als bester Hauptdarsteller. Auszeichnungen gab es auch für Drehbuch, Regie, Schnitt und Tongestaltung. Gabriela Maria Schmeide wurde zudem als beste weibliche Nebendarstellerin geehrt.

Regisseurin Nora Fingscheidt war schon bei der Berlinale erfolgreich. - © APAweb / dpa/Christoph Soeder
Regisseurin Nora Fingscheidt war schon bei der Berlinale erfolgreich. - © APAweb / dpa/Christoph Soeder

Silberne Lola an "Berlin Alexanderplatz"

Mit einer Silbernen Lola wurde die Literaturverfilmung "Berlin Alexanderplatz" ausgezeichnet. Eine Lola in Bronze ging an die Produzenten des Dramas "Es gilt das gesprochene Wort".

Die Lolas gelten als wichtigste nationale Auszeichnung in der deutschen Filmbranche. Die rund 2.000 Mitglieder der Deutschen Filmakademie stimmten über die meisten Gewinner ab. Die Preise sind mit insgesamt rund drei Millionen Euro für neue Projekte dotiert.

Wegen der Corona-Pandemie wurde in diesem Jahr auf eine große Gala verzichtet, stattdessen wurden die Auszeichnungen bei einer Fernsehshow im Ersten bekanntgegeben.

Regisseur Edgar Reitz ("Heimat") bekam den Ehrenpreis der Filmakademie. Die Lola für den besten Dokumentarfilm ging an "Born in Evin" von Regisseurin und Schauspielerin Maryam Zaree. Die Komödie "Das perfekte Geheimnis" mit Elyas M'Barek wurde als besucherstärkster Film ausgezeichnet.