Um in Zeiten der Corona-Pandemie sichere Dreharbeiten durchführen zu können, haben heimische Filmverbände Richtlinien für fiktionale Kino- und Fernsehproduktionen entwickelt. Das Papier von Film Austria, dem Produzentenverband AAFP und dem Fachverband der Film- und Musikindustrie (FAMA) wurde bereits dem Gesundheitsministerium präsentiert, hieß es in einer Aussendung.

"Damit wurden endlich Rahmenbedingungen geschaffen, die wieder sichere Dreharbeiten auch in Zeiten der Pandemie ermöglichen", so FAMA-Obmann Danny Krausz. Als "nächster Vorstoß" der Filmverbände wurde die Forderung nach einer "Bundesausfallsbürgschaft für Versicherungen inkl. des Covid-19-Risikos" angekündigt. Diesbezüglich sei man bereits in "konstruktiven Verhandlungen".

Das Arbeitskonzept für Dreharbeiten in Coronazeiten umfasst etwa ein 3-Zonen-Modell, wobei etwa das "Closed Set" in Zone 1 Regie, Kamera und Schauspieler aus einem "geschützten, verlässlich negativ getesteten Pool" umfasst. Allgemein dürfe die Betriebsstätte nur mit Mund-Nasen-Schutz und bei Einhaltung eines Abstands von einem Meter zu anderen Personen betreten werden. Zudem sei eine "permanente Hygiene-Station" einzurichten. Für jede Zone wurden detaillierte Richtlinien erarbeitet. Unterstützt wurden die Filmverbände dabei von Umweltmediziner Hans-Peter Hutter. (apa)