Es ist eine sterile, bis ins Detail gestylte Welt, alles scheint unter Kontrolle zu sein. Jeder ist schön, sexy und reich: die Männer in ihren Slim-Fit-Armani-Anzügen und Ferraris, die Frauen in gar nicht biederen Business-Kostümen und Stöckelschuhen. Sie sind Broker bei der NYL Bank in London. Doch hinter dieser allzu perfekten Welt geht es um nichts anderes, als noch mehr schnöden Mammon und noch mehr Macht zusammenzuraffen. Koste es, was es wolle - wenn nötig auch Leben.

Perfider Finanzkrieg

Die wöchentliche Sky-Serie "Devils" - im italienischen Original "I Diavoli", sie basiert auf dem gleichnamigen Bestseller von Wertpapierhändler Guido Maria Brera - bietet alles für Finanzthriller-Fans: ein bisschen von "Suits", dazu etwas "House of Cards", eine Prise "Bad Banks" und ganz viel "Grey’s Anatomy". Denn Patrick Dempsey spielt den Luzifer der Wirtschaftswelt Dominic Morgan. Er ist im Jahr 2011 der Vorstandsvorsitzende der Londoner Bank und Mentor des italienischen, anfänglich skrupellosen Aktienhändlers Massimo Ruggero (Alessandro Borghi). Morgan hat kein Gewissen, wenn er Banken vor dem von ihm herbeigeführten Ruin rettet und die Besitzer in seiner Schuld stehen - nur die Unterschrift mit Blut fehlt noch. Er hat auch keine Skrupel, EU-Staaten oder gar den Euro, wenn für sein Empfinden notwendig, in den Bankrott zu führen. Seinem Ehrgeizling Ruggero ist es mit den richtigen Spekulationen zur Griechenland-Krise gelungen, Millionen für Morgan zu scheffeln. Doch Ruggeros Gewissen existiert letztlich doch noch, und er deckt bald undurchsichtige Finanztransaktionen auf. Ein perfider skrupelloser Krieg beginnt.

Der Plot dieser hollywoodreifen Serie mag erfunden sein, die Regisseure Nick Hurran ("Sherlock") und Jan Michelini ("Medici") mischen ihn jedoch mit News-Szenen zu realer Wirtschaftspolitik.