Die österreichische Film- und Fernsehbranche kann ab sofort um die Ende Mai präsentierten Ausfallzuschüsse ansuchen, die das Wiederanlaufen der heimischen Produktion befeuern sollen. Bis zu 25 Millionen Euro werden hierbei von der Bundesregierung zur Verfügung gestellt. Der Verband österreichischer Filmproduzenten (AAFP) zeigte sich am Donnerstag äußerst optimistisch.

So sind mittlerweile bereits zahlreiche Drehs nach dem coronabedingten Stopp wieder angelaufen - vom Österreich-"Tatort" mit Adele Neuhauser und Harald Krassnitzer über David Schalkos neue Sky-Serie "Ich und die Anderen" bis hin zur ORF-Stadtkomödie "Die Freundin meines Vaters". Allein im laufenden Monat werde die Arbeit an acht Spielfilmen, Serien und Reihen mit einem Produktionsvolumen von rund 24 Millionen Euro wieder aufgenommen, so der AAFP.

"Als erstes Filmland wieder am Start"

Gearbeitet wird dabei nach einem Dreizonenkonzept, das die am Dreh Beteiligten je nach Profession in drei Gruppen einteilt. Zu diesem Sicherheitskonzept kommen die bis zu 25 Millionen Euro an nicht rückzahlbaren Ausfallzuschüssen hinzu. "Damit geht Österreich als erstes Filmland weltweit wieder an den Start", so der Produzentenverband in einer Aussendung. Insgesamt schätzt man, dass der Ausfallhaftungsfonds heuer die Umsetzung von Produktionen mit einem Gesamtbudget von 145 Millionen Euro ermöglichen werde.

Im Kern sichert der Fonds Produktionen gegen mögliche Schäden ab, die in Folge von COVID-19-Erkrankungen entstehen könnten. "Dieser Ausfallsfonds ist das Rückgrat der österreichischen Filmwirtschaft für die verbleibende Zeit der Coronakrise", zeigte sich AAFP-Vorstandsmitglied Thomas Pridnig in einer Aussendung zufrieden.

Konkret können die vom Austria Wirtschaftsservice (Aws) abgewickelten Ausfallzuschüsse pro Produktion bis zu 75 Prozent der Herstellungskosten betragen, wobei die maximale Einzelförderung 2,5 Mio. Euro beträgt. Sie sind rückwirkend ab 16. März und noch bis Ende 2021 anwendbar. (apa)