Der US-Filmproduzent Steve Bing, bekannt als Finanzier hinter Filmen wie "The Polar Express" von Tom Hanks und für seine Beziehung zur Schauspielerin Elizabeth Hurley samt Vaterschaftsstreit, ist mit 55 Jahren gestorben. Bing stürzte unter noch nicht geklärten Umständen von einem Hochhaus in Los Angeles.

Bing, der Gründer von Shangri-La Entertainment, war der Enkel des Immobilienentwicklers Leo S. Bing, dem Namensgeber des Bing Theatre des Los Angeles County Museum of Art. Nachdem Steve Bing  das Studium abgebrochen hatte, verdiente er sich  mit Sylvester Stallones-Film "Get Carter" (2000) erste Sporen als Produzent. Im Jahr 2004 berichtete Variety, dass Bing "einen der kühnsten Schritte unternommen hat, die jemals von einem unabhängigen Produzenten unternommen wurden" und fast 80 Millionen US-Dollar in den Film "The Polar Express" von Regisseur Robert Zemeckis investiert hat. Bing deckte die Hälfte des Produktionsbudgets des Pionierfilms ab, der die digitale Aufnahmetechnologie revolutionierte.

Bing finanzierte Filme wie Zemeckis Drama "Beowulf" und Martin Scorseses  Rolling Stones-Dokumentarfilm "Shine a Light". Weitere Credits sind "Auf der Suche nach Comedy in der muslimischen Welt" (2005) und "Rock the Kasbah" (2015). Sein aktuelles Projekt war die Produktion eines Dokumentarfilms über Jerry Lee Lewis unter der Regie von T. Bone Burnett.

Zu Bings Drehbüchern zählen die Filmreihe "Missing in Action", "Married ... With Children" im Fernsehen und das Mitschreiben an der Komödie "Kangaroo Jack" aus dem Jahr 2003.

Bing hatte einen Sohn mit Liz Hurley und eine Tochter mit der ehemaligen Tennisspielerin Lisa Bonder. (apa)