Hollywoodstar Mel Gibson hat Vorwürfe seiner Kollegin Winona Ryder über angebliche antisemitische Äußerungen ihr gegenüber kategorisch zurückgewiesen. "Dies ist 100 Prozent nicht wahr", teilte ein Sprecher von Gibson in einem Statement mit. Ryder habe schon vor zehn Jahren in Interviews gelogen und nun würde sie wieder lügen, hieß es.

Ryder hatte in einem Interview mit der britischen "Sunday Times" über einen angeblichen Vorfall in den 1990er Jahren auf einer Party in Hollywood gesprochen. Gibson habe ihr und einem Bekannten gegenüber antisemitische und homophobe Bemerkungen gemacht. 2010 hatte sich Ryder im Magazin "GQ" ähnlich über Gibson geäußert.

Gibson im Zwielicht

Gibson, bekannt durch Filme wie "Mad Max" oder "Braveheart", war im Laufe seiner Karriere häufiger in die Schlagzeilen geraten, darunter durch antisemitische Pöbeleien, Alkoholexzesse und Streitereien mit Partnerinnen. 2006 war er in Kalifornien nach einer Festnahme wegen Trunkenheit am Steuer der Polizei gegenüber ausfallend geworden. Einige seiner Schimpftiraden, darunter antisemitische Äußerungen, kamen ans Licht.

Jüdische Gruppen kritisierten den Schauspieler, Gibson entschuldigte sich später. Der bekennende Katholik und Regisseur des umstrittenen Kreuzigungsfilms "Die Passion Christi" räumte damals ein, seit Jahrzehnten gegen seine Alkoholsucht zu kämpfen. (apa)