Auf der Couch in Tunis.

Auf dem Dach eines Wohnhauses empfängt die tunesische Psychotherapeutin Selma (Golshifteh Farahani) ihre Patienten, weil sie noch keine Praxisräumlichkeiten hat. Selma war erst kürzlich aus Frankreich in ihre Heimat zurückgekehrt, nachdem dort der Diktator Ben Ali gestürzt worden war. Jetzt scheint der Redebedarf der Bevölkerung riesengroß zu sein, und allerlei bunte Charaktere tauchen bei Selma auf, um ihr das Herz auszuschütten. Manele Labidi inszenierte die 2019 mit dem Publikumspreis der Reihe "Giornate degli autori" beim Filmfestival Venedig ausgezeichnete Dramödie.

Weltreise mit Buddha - Auf der Suche nach Glückseligkeit.

Der Dokumentarfilm von Jesco Puluj untersucht auf sehr persönliche Weise die Spielformen des modernen Buddhismus. Der Filmemacher trifft überall auf der Welt Mönche und Nonnen, um die Kernbotschaften des Buddhismus für sich und den Zuschauer neu zu entdecken. Dabei legt Puluj großen Wert darauf, die Klischees rund um den Buddhismus auszuräumen.

Drift.

Experimentelles Drama von Helena Wittmann: Zwei Frauen verbringen ein gemeinsames Wochenende an der Nordsee. Sie spazieren am Strand, lernen einander kennen, doch bald gehen sie getrennte Wege: Die eine kehrt nach Argentinien zurück, die andere möchte dem Meer näherkommen. Meditative Meeresbilder vereinen sich mit einer klaren Ästhetik - "Drift" will mehr sinnliche Erfahrung denn Erzählung sein.

Edison - Ein Leben voller Licht.

Alfonso Gomez-Rejons Bio-Pic entführt ins Jahr 1880, als Thomas Edison (Benedict Cumberbatch) endlich die richtige Herstellungsweise für eine marktfähige Glühbirne gefunden hat - zugleich arbeitet er daran, fünf New Yorker Häuserblocks mit elektrischem Licht zu versorgen. Eine Rezension zum Film ist bereits in der Vorwoche erschienen.