Es ist ein wiederkehrendes Thema in Tanzfilmen für Jugendliche: Eine junge Tänzerin will sich von den Zwängen des Balletts befreien und entdeckt ihre Berufung im lebensbejahenden Streetdance. Findet man sich als Zuseher mit der x-ten Wiederholung dieser Geschichte einmal ab, dann kann man auch an "Into the Beat - Dein Herz tanzt" vor allem an den Tanzszenen gefallen finden. Hier ist es Katya (Alexandra Pfeifer), die - gefördert von ihrem Vater Victor (Trystan Pütter), der ein Startänzer ist - dem Ballett abtrünnig wird, obwohl ihr eine vielsagende Karriere prophezeit wird. Sie trifft auf den Waisen Marlon (Yalany Marschner), der ihr die Welt des Hip-Hops erklärt und auch klarmacht, dass das Leben nicht nur aus klassischer Musik und Pirouetten besteht. Ein bisschen Revolte muss daraufhin in einem Coming-of-Age-Film schon sein.

Fehlende Tiefe

Nach einem schleppenden Einstieg in die Geschichte bekommt der Film dann doch Geschwindigkeit: Es sind vor allem die Hip-Hop-Szenen, die mit Liebe zum Detail unter Mitwirkung der renommierten Flying Steps choreografiert wurden. Die Ballettszenen hingegen sind semiprofessionell, auch Hauptdarstellerin Alexandra Pfeifer kann darin nicht überzeugen, ihre schauspielerische Darstellung ist aber natürlich und ihre gute Laune ist ansteckend - auch für Yalany Marschner, der in seine Rolle wächst. Regisseur Stefan Westerwelle will hin und wieder belehren, schneidet dabei aber nur oberflächlich Themen an - es fehlt auf allen Ebenen an Tiefe.