Die Verlegerin Helga Pato (Pilar Castro) kehrt mit dem Zug nach Madrid zurück, nachdem man ihren Mann in die Psychiatrie verlegt hat. Da spricht sie ein Fremder an und fragt: "Willst du, dass ich dir mein Leben erzähle?" Der Mann heißt Ángel Sanagustín (Ernesto Alterio), ist Psychiater, und arbeitet in derselben Klinik, die die Frau eben besucht hat. Er beginnt, ihr von ungewöhnlichen Fällen zu erzählen, und bald schon stellt sich für Helga heraus, dass diese zufällige Zusammenkunft für sie und ihr Leben bahnbrechend und richtungsweisend sein könnte.

Regisseur Aritz Moreno formuliert während dieser filmischen Zugreise allerhand surreale Erzählungen, die manchmal entrückt und bunt sind, manchmal einen guten Magen erfordern und immer darauf aus sind, den Zuschauer auf einen Trip mitzunehmen, der seinesgleichen sucht. Es gibt Referenzen, an die man sich erinnert, darunter Jeunets "Delicatessen" oder Andersons "Magnolia"; über all den Einflüssen aber thront das surrealistische Kino von Luis Buñuel, der Begriff "obskur" im Titel ist eine schöne Referenz an Buñuels letzten Film "Dieses obskure Objekt meiner Begierde" (1977). Morenos Kino ist aber kein Abklatsch, sondern in seiner abgründigen, schwarzhumorigen Art durchaus eigenständig.