Es ist eine Abenteuerreise auf dem Fahrrad, die Andreas Buciuman und Dominik Bochis, nur mit einer GoPro-Kamera und einer Drohne ausgestattet, starten: In 13 Monaten radeln die beiden 18.000 Kilometer durch 19 Länder - von Österreich nach Australien. "Austria2Australia" nennen Buciuman und Bochis die filmische Dokumentation ihrer beschwerlichen Reise.

Eines ist diese Doku unbestritten - nämlich authentisch: Gleich zu Beginn gestehen Buciuman und Bochis dem Zuseher, dass sie eigentlich keine Ahnung haben, worauf sie sich da einlassen, sie würden "alles auf uns zukommen lassen". Nun, manch einer denkt sich dann schon einmal, dass diese Naivität gefährlich werden kann. Und so kommt es auch: In der kasachischen Wüste geht ihnen nach tagelanger Fahrt das Wasser aus, vor Halsschmerzen der trockenen Kehle können sie nicht mehr schlucken. Wobei man sich als Zuseher denkt, berechnet man die benötigte Menge an lebenswichtigem Wasser nicht schon vorher? Vielleicht haben sie sich ja verrechnet.

Buciuman und Bochis radeln und filmen, filmen und radeln und manchmal beides gleichzeitig. Sie dokumentieren ihre Begegnungen - in Pakistan werden sie von einer Polizeieskorte geradezu gestalkt -, ihre Sinneseindrücke und ihre Selbsterfahrung. Die Dialoge und Sager beschränken sich manchmal auf "saugeile Landschaften" und "Hammer". Auch die fehlende filmische Ausbildung ist trotz des flotten Schnitts von Ines Weber immer wieder erkennbar.

Beachtenswert ist diese Doku sicherlich aufgrund der Leistung, die Buciuman und Bochis vollbringen, wenn sie ihre körperlichen und geistigen Grenzen ausloten.